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            <title>Landesdelegiertenrat 03.11.2018 in Schönebeck LV LSA: Anträge</title>
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                <title>Landesdelegiertenrat 03.11.2018 in Schönebeck LV LSA: Anträge</title>
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                        <title>A-1NEU: Gesund und nachhaltig bauen und wohnen</title>
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                        <author>Landesverband (beschlossen am: 03.11.2018)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Gesund und nachhaltig bauen und wohnen –<br>
Die Ökobilanz von Neubauten und Sanierungen in<br>
Sachsen-Anhalt umfassend verbessern.</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Leitbild:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen. Die Gebäude und Wohnungen, in denen wir uns Zeit unseres Lebens größtenteils aufhalten, spielen also eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wohngesundheit muss aus gesundheitspolitischer und verbraucherschutzpolitischer Sicht hoch angesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig trägt die Bauindustrie alleine durch die Herstellung von Zement zu ca. 8 % der weltweiten CO₂äq Emissionen bei. Auf den Deponien in Sachsen-Anhalt und anderswo finden sich viele mineralische Abfälle aus der Bauwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Konventionelle Dämmstoffe sorgen für Müllberge. Zum Beispiel das Flammschutzmittel HBCD in Polystyrol-Dämmstoffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Fragen nach für Menschen gesunden und für die Umwelt nachhaltigen Bauen und Wohnen sind wesentlich für die Politik. Leitbild bündnisgrüner Politik ist dabei, auf den Punkt gebracht. das Öko-Haus: ein Gebäude, das nicht CO₂äq freisetzt, sondern vielmehr bindet. Im besten Falle aus nachwachsenden Bau- und Dämmstoffen besteht, die ökologisch produziert sind. Bei dessen Errichtung Baumaterialien aus recycelten Bauprodukten verwendet werden, die ihrerseits recycelbar sind und die regionale Kreislaufwirtschaft stärken. Ein solches Gebäude punktet nicht nur in Sachen Klimaschutz, sondern fördert auch die Wohngesundheit und das Wohlbefinden der BewohnerInnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies bündelt sich für uns in dem Slogan:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öko-Bauen: Gut für das Klima. Gut für den Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Sachsen-Anhalt birgt die Stärkung des Öko-Bauens auch eine wirtschaftliche Chance. Gerade die hiesige Holzwirtschaft kann davon profitieren. Wir wollen das ökologische Bauen in Sachsen-Anhalt aus seiner Nische holen. Als Land wollen wir dafür als gutes Beispiel vorangehen. Die Landesenergieagentur hat sich mit ihrer baubiologischen Ergänzung der Bauherrenmappe auf den Weg gemacht. Dieser Impuls ist im Land dringend aufzugreifen und zu verstärken. Ein schlichtes weiter so, ein weiteres Zustellen der Landschaft mit Beton und Styropor, wollen wir verhindern. Für uns gehört die Zukunft dem nachhaltigen und ökologischen Bauen. Damit sich diese Zukunftsvision erfüllt sind jetzt die Weichen zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öko-Bauen: Weit mehr als nur gute Dämmung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ökologisches Bauen verlangt zu Beginn eine Weitung des Blickes. Denn der gängige enge Fokus einzig auf den Energieverbrauch in der Nutzungsphase von Gebäuden greift viel zu kurz, um die wirkliche Öko-Bilanz eines Gebäudes zu erfassen. Energetische Sanierung ist gut und richtig zur Reduzierung der CO₂äq-Emissionen. Aber es gilt den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Baustoffproduktion bis zum Rückbau – zu betrachten. Das bedeutet bspw., die Graue Energie und die eingebundenen CO₂äq-Emissionen, die u .a. zur Herstellung und Entsorgung von Baustoffen benötigt werden, einzurechnen. Denn ein gut gedämmtes konventionelles Einfamilienhaus benötigt für seine Herstellung die Energie von rund 200 Jahren Beheizung dieses Gebäudes. Öko-Häuser, seien sie aus Holz oder Lehm, verbrauchen in ihrer Errichtungsphase deutlich weniger Energie und stehen entsprechend in der Energiebilanz weit besser dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachhaltig Bauen heißt für uns bei Energieverbrauch, Baustoffen und Kostenkalkulationen, den gesamten Lebenszyklus der Gebäude einzubeziehen. Dieser nachhaltige Blick muss für PlanerInnen, ArchitektInnen, BauherrInnen, BauträgerInnen und natürlich die Politik zum Standard werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem weiten Blick sind die Vorteile ökologischen Bauens augenfällig. Tragen doch Betonhäuser zur CO₂äq Emission bei, wohingegen Holzhäuser CO₂äq binden. Die Landesenergieagentur beziffert die Differenz mit ca. 60 t CO₂äq. Der Bau eines Einfamilienhauses führt zu ca. 45 t CO₂äq-Emissionen, wohingegen ein ökologisches Einfamilienhaus aus Holz mit Naturdämmstoffen ca. 15t CO₂äq bindet. Ergo 60 t CO₂äq-Differenz. Auch können die Bauteile eines Holzhauses am Ende seines Lebensweges als erneuerbare Energieträger verwertet werden, während manch anderer Baustoff teuer auf der Sondermülldeponie zu entsorgen ist. Das Gleiche gilt natürlich für Ökodämmstoffe wie Stroh und Zellulose, im Vergleich zu konventionellen wie Polystyrol-Dämmstoffen. Die Einbeziehung solcher Lebenszykluskosten unterscheidet das nachhaltig ökonomische Denken von herkömmlichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen, bei denen oft nur die Anschaffungs- und Baukosten eine Rolle spielen. Gerade im Bereich öffentlicher Bauaufträge wollen wir Bündnisgrüne dieses nachhaltige ökonomische Denken verankert wissen. Es darf nicht nur gelten, möglichst billig zu bauen, sondern gerade der öffentlichen Hand muss es auch um ein wirtschaftlich nachhaltiges Bauen gehen, das ökologische und wohngesundheitliche Aspekte verwirklicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade in Bezug auf Holzbau besteht in Sachsen-Anhalt Nachholbedarf. Man muss gar nicht mal nach Süddeutschland schauen, mit einem Anteil von bis zu 26 % Holzbauten – so in Baden-Württemberg. Es reicht der Blick in die anderen Ostländer wie Sachsen mit 15 % und Thüringen mit 13 % Holzbauten, um klar vor Augen geführt zu bekommen: Sachsen-Anhalt liegt mit einer Holzbauquote von knapp über 9 % deutlich in der Schlussgruppe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ökologisch bauen geht nur, wenn wir den Flächenverbrauch in den Griff bekommen. Eine Ausweitung der baulichen Flächennutzung bei gleichzeitigem Bevölkerungsrückgang ist aus unserer Sicht nicht vertretbar. Der Neubaubedarf im Wohnungsbau ist landesweit betrachtet gering, der Bestandsanpassung kommt eine tragende Rolle zu. Grüne Politik lenkt die Bauaktivität in flächenschonende Bereiche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohngesundheit fördern durch ökologisches Bauen. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Kleidung aus 100 % Polyester hält warm. Aber bekanntermaßen ist solche Kleidung nicht atmungsaktiv, gibt bei jedem Waschen Mikroplastik in den Wasserkreislauf ab und hat einen geringen Tragekomfort. Weit besser sind Naturprodukte wie Baumwolle. Sehr ähnlich verhält es sich mit Hausdämmung. Auch Polystyrol-Dämmstoffe halten die Wärme im Inneren, aber das Raumklima nimmt Schaden. Ganz anders bei Öko-Dämmstoffen. Durch diese bekommen wir „atmende Wände“. Angefangen bei mineralischer Dämmung aus Kalk, Sand und Zement über nachhaltige Materialien wie Zellulose, Wolle oder Stroh. Dann droht nicht Schimmelbefall durch mangelnde Lüftung, sondern Wohngesundheit wird umfassend gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lehm ist für Allergiker interessant, denn das Naturprodukt filtert nicht nur Schadstoffemissionen, sondern auch Feinstäube aus der Raumluft und bindet diese dauerhaft. Lehm trägt dazu bei, den Feuchtigkeitsgehalt des Wohnraums zu regulieren, indem er Wasserdampf aufnimmt, speichert und bei Bedarf wieder abgibt. Schimmelbildung und etwa ein Austrocknen der Schleimhäute wird dadurch vorgebeugt. Auch der Baustoff Holz ist schadstoffabsorbierend. Daneben sorgt es für ein ausgeglichenes Innenraumklima, indem es die Feuchtigkeit der Raumluft aufnimmt, speichert und bei zu trockener Luft wieder abgibt. Mit Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit stirbt auch ein Großteil der Hausstaubmilben, was für Allergiker besonders vorteilhaft ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnisgrüne denken wir Klimaschutz und Wohngesundheit stets zusammen. Denn energetische Sanierung darf nicht auf Kosten der Wohngesundheit gehen. Bis vor kurzem kam etwa zur Dämmung das hochgiftige Flammschutzmittel HBCD in Polystyrol-Dämmstoffen zum Einsatz. Die Ausnahmegenehmigung für den Einsatz dieses toxischen Stoffes war von der EU bis 2017 verlängert worden, obwohl es bereits seit Oktober 2016 als &quot;Sonderabfall&quot; deklariert war.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene stellt dazu allgemein fest, dass neben genetischen und allgemeinen Umwelteinflüssen zunehmend Schadstoffe aus Bauprodukten/ Einrichtungsgegenständen als mögliche Verursacher von Allergien in den Blick geraten. Auch kommen Studien des Helmholtzinstituts und der Universität Leipzig zu dem Schluss: „Insbesondere vom Renovieren von Wohnungen geht eine Gefahr für die Kinder aus, an Allergien zu erkranken.“<a href="#_ftn1"><sup><sup>[1]</sup></sup></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohngesundheit im Sinne eines allergikerInnenfreundlichen Bauens und des Anspruchs der Schadstoffminimierung ist als wesentlicher Aspekt ökologischen Bauens mit zu denken. Schließlich können auch Holzbauten durch entsprechende Lacke und Holzschutzmittel gesundheitsschädigend wirken. Nur im Zusammenspiel von ökologischen und gesunden Bauen bekommen wir einen Mehrwert für Mensch und Natur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderungen zur Stärkung des Öko-Bauens:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kommunale und Landesförderung von ökologischen Bau- und Dämmstoffen als Marktanreizsystem. Sachsen-Anhalt soll sich ein Beispiel an den Ländern Hamburg und Bayern oder etwa der Stadt München nehmen, die bereits baubiologische Programme in ihre Förderkulisse aufgenommen haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufnahme von baubiologischen Aspekten in das Landesvergabegesetz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Berücksichtigung von baubiologischen Anforderungen bei der Ausschreibung öffentlicher Bauvorhaben. Sowohl auf Seiten der Kommunen, wie des Landes.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Holzbauquote deutlich steigern. Bis 2030 Angleichung mindestens auf Ost-Niveau (von knapp über 9 % auf mindestens 15 %). Dafür ist Anpassung der Landesbauordnung an Musterbauordnung im Bereich Holzbauten nötig und der Einsatz des Landes auf Bundesebene zur Umsetzung der Charta Holz 2.0.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einsatz des Landes auf Bundesebene für eine stärkere Berücksichtigung der Emissionen bei der Herstellung von Baustoffen in der Energieeinsparverordnung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Flächenverbrauch senken: Die Landesebene soll Voraussetzungen für den Handel mit Flächenzertifikaten schaffen. Mit den Einnahmen können Flächen renaturiert oder die Wiederbelebung von Leerstand im Innenbereich unterstützt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ökologisches Bauen: Wissen wie es geht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben einer materiellen Förderung des Öko-Baus, um dessen Marktgängigkeit zu befördern und als Land mit gutem Beispiel voran zu gehen, bedarf es auch einer ideellen Unterstützung. Zwar gibt es beispielsweise den Fernlehrgang Baubiologie vom Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN) in Rosenheim, aber eine breit aufgestellte Wissensvermittlung und einschlägige Berufsabschlüsse fehlen. So kann das Ansinnen von Bauherren ökologisch zu bauen schlicht und ergreifend daran scheitern, dass niemand gefunden wird, der dazu auch die nötige Kompetenz hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landespolitik ist gehalten, zusammen mit den Handwerkskammern und VertreterInnen einschlägiger Studiengänge Curricula zum ökologischen, nachhaltigen und wohngesunden Bauen zu entwickeln, spezifische Fortbildungsangebote zu schaffen und generell den Wissenstransfer zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusammen mit der Landesenergieagentur hat das Land eine Online-Plattform einzurichten zur Vermittlung und Vernetzung von Betrieben und Unternehmen, die im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren besondere Expertise vorweisen. Das umfasst sowohl die Baustoffproduktion, den Baustoffhandel, Planerinnen und Planer, Architekturbüros, Handwerksbetriebe und natürlich Bauträger. Eine Online-Plattform soll diese vielfältigen Akteursgruppen im Bereich des ökologischen Bauens vernetzen und einen möglichst umfassenden zentralen Anlaufpunkt für Sachsen-Anhalt anbieten. Damit sowohl BauherrInnen leichter passende Anbieter finden können, als auch die einschlägigen Betriebe und Unternehmen unkompliziert „gleichgesinnte“ KollegInnen aus dem Bereich ökologisches Bauen kontaktieren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schaffung einer Online-Plattform für baubiologisch orientiere Unternehmen. Zur Vernetzung der Fachkompetenz im Land und einer zentralen Anlaufstelle für interessierte (potentielle) Bauherren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kompetenzerwerb und Wissensmanagement im Bereich ökologisches Bauen sowohl ideell wie materiell fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Landesförderung für baubiologische Fort- und Weiterbildungsangebote.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grünes Bauen und Quartiersentwicklung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachhaltiges Bauen hat auch eine soziale Komponente. Damit fügt sich dieser Ansatz in das Grüne Leitbild eines inklusiven Quartiers ein. Etwa die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen berücksichtigt bei ihrer Zertifizierung ausdrücklich die „Standortqualität“, ob also Gebäude einen positiven Beitrag für das Quartier leisten und beispielsweise Gegebenheiten im Quartier berücksichtigen. Das einzelne Gebäude wird so im Zusammenhang mit dem Quartier und seinen BewohnerInnen betrachtet und bewertet. Nachhaltiges Bauen ist der harte Fakt für eine gelungene Quartiersentwicklung. Doch diese ist ebenso abhängig von weichen Faktoren wie QuartiersmanagerInnen, Quartierbüros und der Förderung von Vernetzung, etwa im Rahmen der Pflege und Unterstützungsleistungen für ältere Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Familien. Damit fügt sich der Ansatz „Öko-Bauen“ nahtlos an den Parteibeschluss „Selbstbestimmt wohnen und leben – auch bei Pflege und Unterstützungsbedarf“ und erweitert diesen programmatisch um eine wohnungs- und baupolitische Dimension. Das inklusive Quartier wollen wir im Grünen Sinne auch zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Quartier machen. Ein solches Quartier ist dann Symbol einer sozial-ökologischen Wende. Um einen solcherart inspirierenden Ort gelungener Praxis zu schaffen, wollen wir ein wissenschaftlich begleitetes und evaluiertes Modellvorhaben in Sachsen-Anhalt landesseitig fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausschreibung einer langfristig angelegten Landesförderung für ein Modellvorhaben „Inklusiv und klimaneutral: Das Vorzeigequartier Sachsen-Anhalts“ unter enger Einbeziehung sozial- wie ingenieurswissenschaftlicher Expertise und begleitender Evaluation.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] <span class="underline"><a href="http://www.ufz.de/index.php?de=35808">http://www.ufz.de/index.php?de=35808</a></span> ; <span class="underline"><a href="http://www.ufz.de/export/data/2/100179_Neuer%20Fu%C3%9Fboden%20kann%20zu%20Atemproblemen%20bei%20Babys%20f%C3%BChren_15.12.2014.pdf">http://www.ufz.de/export/data/2/100179_Neuer<br>
%20Fu%C3%9Fboden%20kann%20zu%20Atemproblemen%20bei%20Babys%20f%C3%BChren_15.12.2014.pdf</a></span></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Nov 2018 17:56:45 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-2NEU: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik! </title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Mehr_Frauen_in_die_Kommunalpolitik_-3476</link>
                        <author>Landesverband (beschlossen am: 03.11.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Mehr_Frauen_in_die_Kommunalpolitik_-3476</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nahezu ein Jahr vor den Kommunalwahlen wollen wir die Kreisverbände und kommunalen Fraktionen in die Pflicht nehmen, Strukturen zu schaffen, die es mehr Frauen ermöglicht, sich kommunalpolitisch zu beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kreisverbände und kommunalen Fraktionen sollen den Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine höhere Frauenbeteiligung in kommunalen Parlamenten nutzen. Innerparteilich bedeutet dies für die Kreisverbände, ihre Ansprache und die Normierung auf Frauen zu zuschneiden. Für die Fraktionen bedeutet dies einerseits, dass sie ihre Strukturen, z.B. Sitzungskultur und Aufwandsentschädigungen, weiblicher gestalten und anderseits in ihrer Kommune Veränderungsprozesse anstoßen, die eine paritätische Frauenbeteiligung in den Parlamenten begünstigen. Wir wollen uns für Vertretungsregelungen im Kommunalverfassungsgesetz einsetzen, z.B. über die Wahl von Nachrückern. Diese könnten z.B. zum Einsatz kommen, wenn kommunale Mandatsträger*innen länger krank oder in Elternzeit sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beantragen, dass sich jeder Kreisverband und jede kommunale Fraktion die Gewinnung von Frauen für kommunalpolitische Ämter in Vorbereitung und Durchführung auf die kommende Kommunalwahl 2019 in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen und Bestrebungen stellt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als die Grünen 1983 mit einer 50% Quote in den Bundestag einzogen, haben sie einen überparteilichen, vielleicht gar gesamtgesellschaftlichen Impuls gegeben. In den Folgejahren führten auch andere Parteien Quotierungen ein. Die Frage der Beteiligungsmöglichkeiten der Frauen, nicht nur die politische, wird seither über den schon länger andauernden akademischen Diskurs hinaus ausgehend von den Grünen in die Praxis umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bedeutung der paritätischen Besetzung von Mandaten für die Abbildung unserer Gesellschaft und damit für unsere Demokratie ist von unbestrittener Bedeutung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während die Quotierung der Mandate auf Bundes- und Landesebene in der Regel eingehalten wird, scheinen auf kommunalpolitischer Ebene andere Mechanismen zu greifen. Die sachsen-anhaltische Bündnisgrüne Spannbreite der Frauenmandate auf kommunaler Ebene öffnet sich im Harzkreis bei knapp über 50 % und findet ihr trauriges Ende in Magdeburg und Dessau bei einer Frauenbeteiligung von 0%.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das ist viel zu wenig, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass gerade die kommunalpolitische Parteienebene der „gate-keeper“ für die Frauenrepräsentanz im übergeordneten Parlamenten ist. Aus der kommunalen Ebene rekrutieren auch wir Grüne unseren weiblichen und männlichen Nachwuchs für Führungspositionen. Es ist also dringend geboten, sensibel mit Quotenausreißern auf in den Kommunalparlamenten umzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anstatt aber immer wieder mit dem Finger auf die sich nicht zur Wahl stellende Frau zu zeigen, müssen Strukturen hinterfragt und geändert werden, damit auch Frauen sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe entscheiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie rekrutieren wir die Frauen, die sich zur Wahl aufstellen lassen? Wie schaffe wir einen niederschwelligen Einstieg in die kommunalpolitische Arbeit, wie werden Expertinnen explizit in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse eingebunden und damit der Zugang zum Amt bereitet. Die Palette der zu hinterfragenden Themen ist damit nicht abgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus muss in der vor allem auf Männer zugeschnittene Welt der kommunalen Fraktionsarbeit für die Welt der Frauen geöffnet werden. Dies muss in den Bündnisgrünen Fraktionen selbst geschehen. Wie gestaltet sich die Sitzungskultur, wie verbindlich wird sich an zeitliche Vorgaben gehalten und wie werden die doch zumeist weichen Themen der Frauen (Bildung, Soziales, Gesundheit) in der Fraktion gewürdigt, sind beispielsweise kritische zu betrachtende Punkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch in den kommunalpolitischen Parlamenten muss der Weg für Mehr Frauenbeteiligung bereitet werden. Auch hier muss die Sitzungskultur, die Möglichkeiten von Kinderbetreuung während der Sitzungen sowie Elternzeiten für Mandatsträger*innen neben einer Quotierung von Ausschussmitgliedern vorangetrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist nicht zu erwarten, dass über Jahre gewachsene Strukturen in wenigen Monaten verändert werden. Wohl aber erwarten wir das couragierte Bestreiten dieses Weges.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Nov 2018 17:43:54 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-6NEU: Einsetzung einer Satzungs- und einer Strukturkommission</title>
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                        <author>Landesverband (beschlossen am: 03.11.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Einsetzung_einer_Satzungs-_und_einer_Strukturkommission-11948</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat beschließt die Einsetzung einer Satzungskommission. Besetzt wird diese Kommission paritätisch mit zwei Mitgliedern aus dem Landesvorstand, drei Mitgliedern aus den Kreisvorständen und drei Basismitgliedern und einem Mitglied der Grünen Jugend Sachsen-Anhalt. Beratend wird der Kommission ein Mitglied des Landesschiedsgerichts zur Seite stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommission evaluiert die Satzung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und erarbeitet Verbesserungs- und Änderungsvorschläge, die nach Abschluss der Beratungen vorgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat beschließt die Einsetzung einer Strukturkommission. Diese Kommission wird paritätisch mit zwei Mitgliedern aus dem Landesvorstand, drei Mitgliedern aus den Kreisvorständen und drei Basismitgliedern und einem Mitglied der Grünen Jugend Sachsen-Anhalt besetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommissionen evaluiert die formellen und informellen Strukturen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und erarbeitet Verbesserungs- und Änderungsvorschläge, nach Abschluss der Beratungen vorgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommissionen sollen im regelmäßigen Austausch miteinander stehen und sich gegenseitig mit Vorschlägen beraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Besetzung der Kommissionen wird beim LDR am 22. Februar 2019 gewählt, bis dahin sind Bewerbungen möglich. Eine Bewerbung ist pro Person nur für jeweils eines der Gremien möglich. Es sollen dabei möglichst alle Kreisverbände vertreten sein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Satzung des Landesverbandes stellt, ebenso wie die formellen Strukturen, die politische Arbeitsfähigkeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sicher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ergibt sich mitunter neuer oder bisher nicht beachteter Regelungsbedarf in unserer Parteisatzung (zum Beispiel im Verhältnis Frauenstatut &lt;–&gt; LSBTTI*). Dazu kommen Regelungen, die kaum mehr angewendet werden oder überholt sind. Das Einsetzen einer Kommission für die Evaluation der Satzung beteiligt die gesamte Partei auf allen Ebenen an diesem Prozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Veränderte Rahmenbedingungen und sich ändernde Herausforderungen führen ebenso dazu, dass wir die Strukturen unserer Partei auf den Prüfstand stellen möchten. Überlegungen zu Zusammenschlüssen von Kreisverbänden einerseits und die Arbeit in Regionalgruppen (ohne satzungsgemäße Entsprechung) andererseits zeigen beispielhaft auf, dass das Überdenken von Strukturen zu sinnvollen konkreten Lösungen führen kann. Wir sind inzwischen der einzige Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der ohne Parteirat arbeitet, dabei erscheint dieses strategische Kommunikationsgremium gerade in Zeiten von Regierungsbeteiligung äußerst sinnvoll. Diese Fragen und andere soll die Strukturkommission erarbeiten und beantworten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Nov 2018 17:29:01 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>KWP-2019-Final: Zukunft wird GRÜN geschrieben</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/7344</link>
                        <author>Landesverband (beschlossen am: 03.11.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/7344</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft wird GRÜN geschrieben</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunalpolitik ist die Wurzel bündnisgrüner Politik in Sachsen-Anhalt. Aus Initiativen vor Ort heraus, die sich um Umweltschutz und Demokratisierung im Großen und ganz konkreten kümmerten gründeten sich in unserem Land BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Diese Basis ist uns nicht nur Vermächtnis, sie ist uns eine wichtige Aufgabe und eine Stärke unserer Partei. Noch heute sind Bürgerinitiativen und Vereine vor Ort unsere stärksten Partner, wenn es um die Gestaltung von Zukunft für Sachsen-Anhalt geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer unsere Gesellschaft ökologischer, gerechter und demokratischer machen will, muss vor Ort beginnen. Hier können wir Menschen für unsere Ideen gewinnen, ihnen zeigen, dass mit grünen Ideen reale Politik gemacht werden kann, die die Kommune besser macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stärken die Kommunen, damit sie eine attraktive und lebenswerte Heimat sind. Lokale Institutionen wollen wir von der Freiwilligen Feuerwehr über örtliche Besonderheiten bis zum Ehrenamt unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Gemeinden und Kommunen begegnen sich Mandatsträger*innen und Bürger*innen so konkret und direkt, wie nirgends sonst. Darin liegen Chancen für die Gesellschaft, das kann helfen Politikmüdigkeit zu überwinden, wenn es gelingt, die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen direkt in die kommunalen Gremien zu transportieren. Wir wollen Instrumente und Verfahren dafür stärken und die Bürger*innen so weit wie möglich beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommunalwahl 2019 stellt uns gerade in Zeiten einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung einerseits und einer Politik(er*innen)verdrossenheit andererseits vor enorme Herausforderungen. Aber sie bietet auch die Möglichkeit gemeinsam mit allen demokratischen Kräften die Diskussion wieder in den Mittelpunkt der politischen Debatten. Digitaler Hass und digitale Verunsicherungen lösen nicht die Probleme in den Kommunen und lassen die Menschen unbeachtet, die jeden Tag daran arbeiten unser Land ein bisschen besser zu machen. Wir wollen, dass das Netz zur Vernetzung der Menschen vor Ort dient (z.B. zur Vermarktung regionaler Produkte) und nicht der Spaltung unseres Landes. Für uns ist klar: Die Werte unseres Grundgesetzes leben und verteidigen wir online und offline. Daher begreifen wir die Digitalisierung als Chance kommunale Probleme zu lösen und bürgerschaftliches Engagement zu fördern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür ist es wichtig, dass sich alle Bevölkerungsgruppen in den kommunalen Gremien gut vertreten fühlen. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN gehen voran. Wir bewegen Frauen, zu den Ratswahlen zu kandidieren. Gerade für sie braucht es jedoch veränderte Rahmenbedingungen, hier fordern wir Änderungen in den kommunalen Satzungen. Echte Demokratie schließt niemanden aus und bemüht sich aktiv um aktive Beteiligung der gesamten Gesellschaft. Aber auch für kommunale Mandatsträger*innen müssen angemessene Arbeitsbedingungen geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sorgen mit unseren paritätisch aufgestellten Wahllisten dafür, dass es ein gutes Angebot an Kandidat*innen aus allen Bereichen der Gesellschaft gibt und wir gestalten gemeinsam unseren Wahlkampf so, dass dieses Angebot auch angenommen wird. Dabei wollen wir transparent zeigen, wer die Menschen sind, die für uns zur Wahl stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns in Sachsen-Anhalt auch in den Kommunen einer Verrohung der politischen Kultur entgegen. Wir arbeiten ein lösungsorientiertes und kommunikatives Klima in den Räten, weil das den Menschen nutzt. Wir machen Angebote, die das Leben verbessern. GRÜN stärkt Sachsen-Anhalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern Sie dazu auf, mitzumachen und sich einzumischen, denn nur gemeinsam können wir unsere Kommunen zukunftsfest gestalten. Informieren Sie sich, diskutieren Sie mit, stellen Sie sich auf und vor allem: gehen Sie am 26. Mai 2019 wählen und entscheiden Sie sich dabei für eine demokratische Partei!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit grünen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sachsen-Anhalt ist ein großes Land mit sehr verschiedenen Naturräumen. Stadtgrün und Landschaft – die Kommunen haben mit sehr verschiedenen ökologischen Herausforderungen zu tun. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, dass jeder Umgang mit Landschaft und Naturraum vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt ist. Wir tragen Verantwortung für das Land und die Natur, die wir unseren Nachkommen hinterlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel stellt uns vor eine der größten Herausforderungen der Zukunft, auf die wir auch in unseren Kommunen reagieren müssen. Die Reduzierung von CO2-Emmissionen durch Energieeffizienz, die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen und ressourcenschonendes Wirtschaften kommen langfristig auch den kommunalen Haushalten zugute. Zugleich müssen auch Anpassungsstrategien für den Umgang mit bereits jetzt absehbaren Folgen der Klimaerwärmung verfolgt werden. Hochwasserschutz und der Umgang mit Wassermangel und mit dem Klima in den Gemeinden sind dabei besondere Herausforderungen. Um diesen zu begegnen kann es für Kommunen sinnvoll sein, eine*n Klimamanager*in einzustellen, der*die mit Sachverstand den Klimaschutz koordiniert und vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wehren uns gegen Flächenfraß und Flächenversiegelungen. Ländliche Kommunen müssen auf die Einhaltung der Breite von Wegrandstreifen bestehen. Der Einsatz von Pestiziden auf Friedhöfen, in Parks, an Wegrändern und auf anderen kommunalen Flächen ist auf das unbedingt notwendige zu beschränken. Den Einsatz von Glyphosat lehnen wir ab. Dem Insektensterben muss auch im urbanen Raum etwas entgegengesetzt werden. Kommunen sollen überall extensiv gepflegte Blühflächen vorhalten. Wir möchten überall wo möglich Streuobstwiesen und Schulgartenprogramme fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Landgrabbing (spekulativer Kauf von Agrarflächen) möglichst verhindern. In diesem Bereich sind besonders Bund, Land und Wirtschaft gefragt. Doch auch Kommunen können in diesem Bereich Standards setzen, unter denen sie Flächen verkaufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Städte und Gemeinden wollen wir mittels ganzheitlicher Stadtentwicklung nachhaltig gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nachhaltiges Wirtschaften im Naturraum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>klimasensible Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Klimaanpassungsstrategien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Blühstreifen und -flächen, Pestizidverzicht, Streuobstwiesen und Schulgärten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kein Verkauf von kommunalen Flächen zu spekulativen Zwecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit nachhaltigem kommunalem Verkehrskonzept</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel ist in vollem Gange ‒ mit massiven Folgen: Klimazonen verschieben sich, Dürre und Versteppung breiten sich aus und heftige Unwetter nehmen zu. Regionen auf der ganzen Welt sind davon bedroht. Verantwortlich für diesen gefährlichen Prozess ist vor allem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das bei der Verbrennung von Kohle und Erdöl entsteht. Der Verkehr ist heute einer der größten Produzenten von CO2. Daher gehört zur Energiewende auch eine Verkehrswende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten für eine Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts ein. Dies erreichen wir, indem wir Voraussetzungen schaffen, damit Verkehr vermieden, auf den Umweltverbund aus Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV verlagert, und technisch verbessert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Städte lebenswerter machen, in dem wir sie so gestalten, dass möglichst viele Bürger*innen auch ohne Auto mobil sein können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Radwegenetz ausbauen und durch überregionale Verbindungen Ober- und Mittelzentren an die Umgebung anschließen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Straßenraum fußgänger*innenfreundlich gestalten durch Einführung von Zonen, in denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind (Gemeinschaftsstraßen, shared space).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbahnstraßen für Radfahrer*innen freigeben und Fahrspuren umwidmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Bau von Fahrradstationen fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen, in Wohn- und Einkaufs-quartieren schaffen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stellplatzsatzung novellieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die kommunalen Stellplatzsatzungen novellieren, damit auch Radabstellanlagen zur Pflicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Öffentlicher Personennahverkehr und Motorisierter Individualverkehr:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Attraktivität des ÖPNV steigern. Dieser soll gut ausgebaut, dicht getaktet, zuverlässig, sicher und sauber sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dessen Finanzierung sicherstellen und dafür sorgen, dass er für alle bezahlbar bleibt. Neue Finanzierungsmodelle wie Beitrags- oder Umlagefinanzierung wollen wir zusammen mit den Bürgern diskutieren und abstimmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung von digital verfügbaren sog. Handytickets.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein flächendeckendes Netz von Stromladestationen für Elektroautos und Pedelecs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit guter kommunaler Infrastruktur</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lebensqualität hängt auch vom Zustand der kommunalen Infrastruktur ab. Die begrenzten Mittel sollen dafür transparent, konzentriert und nachhaltig eingesetzt werden. Die kommunale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Grundlage für die individuelle Mobilität. Der Erhalt von Straßen, Wegen sowie der leitungsgebundenen Versorgung ist eine große Herausforderung für die Kommunen. Die Beteiligung von Bürger*innen an den Kosten von Ausbau und Erhalt ist einer der großen Streitpunkte in der Kommunalpolitik. Wir wollen, dass die Beteiligten vor Ort sowohl an den Entscheidungen als auch den Kosten beteiligt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns gilt das Credo Straßenerhalt vor Straßenausbau. Bei Neu- und Umbauten sind an den gestiegenen Anforderungen des Radverkehrs und der Barrierefreiheit Rechnung zu tragen. Dies gilt insbesondere für Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Zugang zu schnellem Internet wird für Bürger*innen wie auch Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte immer wichtiger. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betrachten en Breitbandausbau als Daseinsfürsorge. Wir fordern daher den flächendeckenden Anschluss mit 100 Mbit/s und orientieren uns dazu auf Glasfaser in Stadt und Land. Außerdem wollen wir Lücken im Mobilfunknetz schließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im öffentlichen Raum setzen wir uns für mehr Standorte mit offenem WLAN und Freifunk ein. Die Kommunen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Digitalisierung der Kommunen ist das Gegenteil vom Ziehen einer Wartenummer. Kommunale und behördliche Dienstleistungen sind allumfassend auch online anzubieten (z.B. App-Angebote, Online-Konsultationsverfahren, E-Petitionen). Das Land muss mit einem eGovernmentgesetz verlässliche Strukturen und Standards bereitstellen und damit alle Maßnahmen bündeln, die digitale Sicherheit gewährleistet und Behördengänge abseits von Öffnungszeiten und Verwaltugnsstandorten durchgehend ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt von Straßen statt dem Neubau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Verlagerung von Verkehr auf die Schienen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lärmschutz an Zugtrassen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Breitbandausbau in der Fläche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>frei zugängliches Internet im öffentlichen Raum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eGovernment in Stadt und Land</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit mehr finanzieller Sicherheit für die Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die finanzielle Lage der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist sehr unterschiedlich. Eine solide und nachhaltige Haushaltspolitik liegt in der Eigenverantwortung der Kommunen. Selbstverständlich müssen die Kommunen im Land auskömmlich finanziert werden. Die durchgeführten Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes hat vielen Kommunen Verlässlichkeit und Planbarkeit verschafft. Trotzdem befinden sich immer noch zahlreiche Kommunen in finanziell prekären Situationen und sind „auskonsolidiert“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leider verlangen die Kommunalaufsichten immer noch Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen, dem Kernstück der kommunalen Selbstverwaltung, sowie die Erhöhung von Beiträgen und Abgaben bis zur Kostendeckung. Dabei ist anzumerken, dass es in den Kommunen wenige Bereiche gibt, die betriebswirtschaftlich korrekt gerechnet, einen 100%igen Kostendeckungsgrad haben. Diese Defizite werden traditionell und verständlich hingenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am leichtesten für die Kommunen ist das Drehen an der Steuerschraube durch Erhöhung der Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer. Beide sind in Sachsen-Anhalt für uns nur in geringem Umfang erhöhbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es muss ein funktionierendes Altschuldenmanagement etabliert werden, damit angeschlagene Kommunen die Aussicht haben, wieder auf die Beine zu kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wegweisend dafür kann das Modell der „Hessenkasse“ sein. Zur Lösung der Altschuldenproblematik der Kommunen sind Land und Bund gefragt. Wir unterstützen jede Form des Protestes von Landkreisen und Kommunen, sich hier Gehör zu verschaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausgabenseite wird bestimmt durch die Personalkosten und die laufenden Sachkosten. Die Ausgaben für die freiwilligen Leistungen liegen bei unter 6%, teilweise weit darunter. Es ist nicht zu akzeptieren, dass bei Bedarfszuweisungen und Liquiditätshilfen durch das Land teilweise Absenkungen auf 2 % gefordert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, zahlt – ist konsequent einzuhalten. Allerdings wirkt es nur in die Zukunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Unterschied zu den Kommunen haben Landkreise keine eigenen Steuereinnahmen. Die Haupteinnahmequellen sind Zuweisungen von Bund und Land sowie die Kreisumlage. Vielerorts wird zu Recht beklagt, dass die Berechnung der Kreisumlage nicht transparent ist. Wir unterstützen Kommunen, die hier Klarheit schaffen wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zu akzeptieren sind weitere Einschränkungen bei den freiwilligen Leistungen. Der Konsolidierungsdruck wird damit nur weitergereicht. Gerade die meist geringen Zuschüsse an Vereine und Initiativen, welche einen äußerst wichtigen Beitrag zum Ortsleben leisten, haben eine weit über die finanzielle Unterstützung hinausgehende Bedeutung. Darüber hinaus darf es nicht sein, dass die verfassungsrechtlich garantierte Hoheit der Kommunen über ihre Finanzen durch Auflagen ausgehöhlt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenhaushalt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Bürger*innenhaushalt soll die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Erstellung des kommunalen Haushalts zu beteiligen. Das Verfahren dazu ist öffentlichkeitswirksam und transparent durchzuführen. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, auch über konkrete Projekte abzustimmen bzw. die Reihenfolge der Umsetzung festzulegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Gender Budgeting</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und ein wichtiger Bereich darf nicht durch eine enge Haushaltführung weiter außen vor bleiben: das Gender Budgeting. Gender Budgeting ist die Anwendung des Gender Mainstreaming – der Strategie zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter – im Haushaltsprozess, wodurch Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel der Geschlechtergleichstellung umverteilt werden. Ohne Gender Budgeting ist eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik kaum möglich. Wir werden uns für die Etablierung des Gender Budgeting in den Haushalten einsetzen. Die enge Haushaltsführung darf die Einführung von Gender Budgeting nicht verhindern oder hinauszögern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kommunale Wirtschaft und Wirtschaftsförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hauptaugenmerk der kommunalen Wirtschaftspolitik lag bisher auf dem Konkurrenzkampf um überregionale Ansiedlungen. Die mit hohem Flächenverbrauch und Bodenversiegelung verbundenen Vorleistungen belasten noch heute viele kommunale Haushalte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schwerpunkt der kommunalen Wirtschaftspolitik muss deshalb zum einen auf die Unterstützung von Existenzgründungen und Start-Ups gelegt werden. Die Kommunen sollten ihre Möglichkeiten zur Unterstützung neuer Unternehmen voll ausschöpfen. Besonders mit den Hochschulen haben die Kommunen dazu einen potenten Partner.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum anderen gilt es mit einer aktiven Bestandssicherung den ansässigen Unternehmen ihre Entwicklungschancen zu erhalten und ihren Verbleib zu sichern. Dazu gehören die Unterstützung bei Erweiterung oder Umbaus sowie bei der Regelung der Unternehmensnachfolge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Herausforderung der Digitalisierung zur Modernisierung der Wirtschaft muss auch kommunal vorangetrieben werden. Breitbandversorgung gehört dazu genauso wie die Offenheit für neue Geschäftsmodelle und unkonventionelle Ideen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einzelhandel und Gastronomie sind wichtige Zielpunkte in der Innenstadt. Bei der Stadtentwicklung und der Gestaltung eines vitalen Ortskerns kommen den kommunalen Wohnungsunternehmen eine besondere Rolle zu. Sie müssen ihre Spielräume dafür nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auch neue Wertschöpfungsstrategien für die ländlichen Räume mit regionalen Vermarktungen, lokalen Marken und Dorfgemeinschaftsläden schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Stadt- und Kreissparkassen als starker Partner in der Region</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kommunalen Finanzinstitute sind ein wichtiger Partner für Menschen und regionale Wirtschaft. Durch ihre Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten haben sie eine besondere Nähe zu ihren Kund*innen. Trotz Kostendrucks und fortschreitender Digitalisierung haben die Sparkassen als kommunales Unternehmen eine besondere Verantwortung, ein kundennahes Filialnetz aufrecht zu erhalten. Für Existenzgründer*inenn müssen die Sparkassen ein starker Partner sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Tourismusförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Natur-, Kultur-, Rad- und Städtetourismus sind wichtige Wirtschaftsfaktoren für unsere Kommunen. Die landschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen sind in ganz Sachsen-Anhalt reichhaltig gegeben. Die Biosphärenreservate und Natura2000-Gebiete, die UNESCO-Welterbestätten, der Harz und sein Umland sowie Elbe, Saale und Unstrut sind beliebte Ferien- und Ausflugsziele. Die Kommunen müssen im Tourismus enger kooperieren, mit dem Ziel, durch attraktive Angebote die Gäste gemeinsam in der Region zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade im Radtourismus gilt es, noch Potenziale zu heben. Bei Wegweisung, Wegebeschaffung und E-Tankstellen gibt es in unserem Land erheblichen Nachholbedarf. Die Kommunen sind in der Pflicht, ihren Beitrag zu einer modernen Radinfrastruktur zu leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Divestment – verantwortlich investieren</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass sich Kommunen ihrer moralischen Verantwortung für den Klimawandel bewusst werden. Deshalb fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Kommunen dazu auf, ihre Investitionen aus fossilen Energien abzuziehen und in nachhaltige Geldanlagen zu investieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einhaltung des Konnektivitätsprinzips</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Durchsetzung von Gender Budgeting</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>grüne Wirtschaftsförderung mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie auf Existenzgründer*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine naturnahe Tourismusförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Anlegen öffentlicher Gelder in nachhaltigen Geldanlagen (Divestment)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in lebenswerten Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenbeteiligung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Menschen ehrlich und ernsthaft an der Ausgestaltung unserer Demokratie teilhaben lassen. Deshalb treten wir für die aktive Beteiligung aller Einwohner*innen in politischen Entscheidungsprozesse ein. Bürger*innen sollen frühzeitig informiert und in die Planungen einbezogen werden. Kontinuierlich arbeitende Gremien wie Kinder und Jugend-, Migrant*innen-, Senior*innen- oder Behindertenbeiräte sollen flächendeckend geschaffen und um punktuelle Beteiligungsverfahren wie Bürger*innenforen, Zukunftswerkstätten oder Bürger*innenbefragungen ergänzt werden. Die Mitwirkungsmöglichkeiten müssen so konzipiert sein, dass sie zur breiten Teilnahme einladen. Um so viele Menschen wie möglich miteinbeziehen zu können, sollen Informationen der Verwaltung für Bürger*innen auch in leichter Sprache veröffentlicht werden. Zudem sollen öffentliche Sitzungen im Internet übertragen werden, Sitzungsprotokolle, - unterlagen, Beschlüsse, sowie Amtsblätter im Internet offen zugänglich sein. In kommunalen Gremien und Bürger*innenversammlungen sollen außerdem das Frage- und Rederecht für Bürger*innen erweitert werden. Amtsblätter sollen neben Beschlüssen auch die Sicht der Fraktionen, Vereinen und Bürgerinitiativen darstellen. Ein Bürger*innenhaushalt bietet neben Transparenz die Möglichkeit, Spar- und Investitionsvorschläge der Bevölkerung in Haushaltsentscheidungen miteinzubeziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frauen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>50% der Macht den Frauen – das ist unser Credo. Dieses Ziel wollen wir langfristig auch in der Kommunalpolitik erreichen. Daher wollen wir kommunale Fraktionen und Verwaltungen dazu anregen, dass es durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und die Möglichkeit der Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen auch Eltern und insbesondere Müttern möglich ist, sich für ein kommunales Mandat zu entscheiden. Geschlechterparität in öffentlichen Ämtern, Ausschüssen und Aufsichtsgremien ist unser Ziel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunale Verwaltungen, die Geschlechterparität in der Verwaltungsspitze umsetzen, erfüllen eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Für kommunale Verwaltungen muss es selbstverständlich sein, Frauen die gleichen Einstellungs- und Aufstiegschancen wie Männern zu ermöglichen. Dazu gehören flexible, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle inklusive Arbeitszeitverkürzungen, die für alle kommunalen Arbeitnehmer*innen attraktiv gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kinder und Jugendliche</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche wollen mitreden und mitgestalten. Auch junge Menschen sollen immer dann am Entscheidungsprozess beteiligt werden, wenn sie unmittelbar betroffen sind. Werden sie an Entscheidungen beteiligt, können Kinder und Jugendliche diese besser nachvollziehen und deren Ergebnisse mehr wertschätzen. Mit Räumen zur Selbstgestaltung können sich Kinder und Jugendliche zudem identifizieren und somit an ihre Umgebung binden. Zu diesem Zwecke wollen wir Kinder- und Jugendparlamente einrichten, welche in den Gemeindeversammlungen Rede-, Anhörungs- und Antragsrecht erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch für Kitas und Schulen fordern wir, das Machtgefälle zwischen Angestellten, Eltern und Kindern zu lockern und damit die Mitbestimmung der Kinder zu ermöglichen. In Kitas und Schulen lernen Kinder die Gesellschaft im Kleinen kennen und können somit Demokratie direkt erleben. Wir setzen uns daher für Demokratieförderung in Kitas und Schulen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Ehrenamt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürger*innen in verschiedensten Bereichen unterstützen und wertschätzen wir. Es zeigt uns, dass sich Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung für andere Menschen einbringen wollen. Besonders für Ehrenamtliche im Bereich der Feuerwehr oder der DLRG stellt ihr Ehrenamt einen großen Teil des Lebens dar. Ihre Familien müssen zugunsten des Engagements häufig zurückstecken, während die Ehrenamtlichen Leben retten. Uns ist es daher wichtig, eine echte Anerkennungskultur zu entwickeln, bei der Ehrenamtliche beispielsweise ermäßigten Eintritt zu kommunalen Einrichtungen wie Schwimmbädern gewährt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>konsequente Einbeziehung verschiedener Beiräte und punktueller öffentlicher Foren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erweiterte Information- und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen durch Livestream von öffentlichen Sitzungen, Bereitstellung öffentlicher Dokumente – auch in leichter Sprache, erweitertes Rede- und Fragerecht in Gremien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Steigerung des Frauenanteils in kommunalen Vertretungen durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und der Möglichkeit zur Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>familienfreundliche Verwaltungen, die Vorbildcharakter für die Gesellschaft haben und allen kommunalen Arbeitnehmer*innen gleiche Chancen bieten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch Kinder- und Jugendparlamenten mit umfassenden Beteiligungsrechten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>echte Anerkennungskultur für Ehrenamtliche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in sozialen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der soziale Zusammenhalt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Die Kommunen als Träger der sozialen Wohlfahrt haben großen Anteil daran, dass sich die Menschen in ihren Gemeinden ernst- und wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN streiten dafür, dass Kommunen diese Aufgabe für die Gesellschaft nicht allein im Rahmen von Pflichtaufgaben erfüllen. Der offensive Blick auf soziale Probleme und die Unterstützung freiwilligen Engagements sind uns gerade im Hinblick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ein großes Anliegen. Die konkrete Verbesserung der Lebensqualität kann dazu beitragen die Spaltung der Gesellschaft zu verringern, Menschen im Land und auf dem Land zu halten und Demokratieverdrossenheit etwas entgegenzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das gilt besonders für Initiativen in der Jugendhilfe. In Zeiten immer knapperer kommunaler Haushalte müssen Jugendhilfe- und Freizeitangebote wie Pflichtaufgaben betrachtet werden. Die Einbindung Heranwachsender in unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft vor Ort ist die Chance, sie in ihrer Heimat zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass Kommunen sozialräumlich planen und gestalten, um Problemen angepasst und sinnvoll vorzubeugen und zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereine wollen wir möglichst finanziell unterstützen, denn sie spielen eine wichtige Rolle für Zusammenhalt der Gesellschaft. Beratungsstellen für jegliche Lebenslagen sollten für alle gut verteilbar in Sachsen-Anhalt vertreten sein. Auch Frauenhäuser müssen mit ausreichender Platzanzahl und sicherer Finanzierung für Frauen erreichbar sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind besorgt über die immer schwieriger werdende gesundheitliche Versorgung in Sachsen-Anhalt. Kommunen und Kreise sollen mit regionalen Gesundheitskonferenzen Lösungen finden, um die bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Kommunale Kliniken sind in kommunaler Trägerschaft zu halten und können mit medizinischen Versorgungszentren und eingebetteten Pflegeambulanzen einen wichtigen Beitrag auch bei der ambulanten medizinischen Versorgung leisten. Wir setzen auf Pflege im Quartier und nehmen die Kommunen in die Pflicht, Wohn- und Betreuungsformen zu erproben und zu gestalten, die Menschen jeden Alters ein gemeinsames Leben in den Kommunen erlaubt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten auch für inklusive Kommunen ein. Wo immer möglich sollen Barrieren abgebaut und Hilfen aufgerüstet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnen – auch in Innenstädten – muss für jeden Geldbeutel erschwinglich sein. Deshalb soll der soziale Wohnungsbau gefördert werden, wobei für uns Umbau vor Neubau steht.<br>
Kommunaler Grund und Boden als nicht vermehrbares Gut darf nur in begründeten Ausnahmefällen verkauft werden. Statt dessen ist eine Vergabe in Erbbaupacht zu favorisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen auf die Integration von Migrant*innen in Sachsen-Anhalt. Die gelebte und vielfältige Willkommenskultur der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Kommunen dabei in vielen freiwilligen Initiativen starke Partner haben. Diese Initiativen brauchen Unterstützung und Wertschätzung für ihre Arbeit. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wissen, dass Spracherwerb und die Chancen einer funktionierenden Nachbarschaft die Schlüssel zum Ankommen in unserer Gesellschaft sind. Sprachkurse müssen in ausreichender Zahl angeboten werden und so gestaltet sein, dass auch besondere Zielgruppen wie Mütter oder Familien dafür erreichbar sind. Wir wollen, dass Migrant*innen dezentral untergebracht werden, damit Kontakt möglich und Berührungsangst abgebaut wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine starke Jugendhilfe</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>regionale Gesundheitskonferenzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Krankenhausträger auch als Lösung für ambulante Versorgungsprobleme</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>inklusive Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erschwingliches Wohnen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Integration von Geflüchteten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Veränderung der Bildungslandschaft –<br>
Die Herausforderung heißt „Bildung für Alle“</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung geschieht vor Ort. Sie findet konkret in den Kitas, Schulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Vereinen, in der Erwachsenenbildung und in Seniorenkollegs statt. Die kommunalpolitischen Rahmenbedingungen geben dazu nur ungenügend Unterstützung. Die Veränderung, die wir für beste Bildung benötigen, liegt vor allem in den Köpfen der Verantwortlichen. Wie kann Bildung gemeinsam gelingen? Wie können wir konkret vor Ort kooperieren, damit eben aus formalen Zuständigkeiten verantwortliches Handeln für eine gute Bildung erwächst?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Kitas wird heute spielend gelernt. Bildungspläne sind auch hier angekommen, um gerade in den ersten Lebensjahren Sprache, Zahlen und Gesellschaft für Kinder erlebbar zu machen. Dazu müssen ausreichend Kitaplätze zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern auch des Lebens, denn sie stellen häufig ein Zentrum der Gemeinden dar. Sie öffnen sich zur Gesellschaft, Vereinen und verschiedenen Kooperationspartnern wie Bibliotheken oder Umweltverbänden. Schulen sollten in Zukunft von 7 bis 21 Uhr offen sein und allen Menschen im Quartier eine Möglichkeit geben, Bildung mitzugestalten. Stadtteilbibliotheken können in Schulen beheimatet sein und zum Lesen anregen. Vereine könnten Schulen abends nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Entscheidungen für eine ausgezeichnete Schulkultur, in der sich besser lernen lässt, fällt in der Schule – beim Schulleitungsteam und in der Schulgemeinschaft. Dazu benötigen Schulen in Zukunft mehr Entscheidungskompetenzen – für Personal und Finanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kooperation mit der Jugendhilfe sollte strukturiert angegangen werden. Wir müssen weg von „Einzelfalllösungen“ in der Jugendhilfe. Nicht wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist, d. h. wenn es Probleme mit z. B. Drogen hat, benötigen wir die Drogenberatung, sondern präventiv, vorausschauend, muss Drogenberatung stattfinden. „Gruppenangebote“ in Schulen anzubieten ist dabei die Strategie. Alle Schüler*innen können bei Bedarf die Drogenberatung, die ein Büro oder eine Beratungszeit in der Schule hat, niedrigschwellig wahrnehmen. Dazu benötigen wir mehr guten Willen als gesetzliche Änderungen und zwar in den Landratsämtern, Kreistagen, Stadtverwaltungen und Stadträten. Kommunale Bildungspläne helfen dabei zu erkennen, wo es schon ausgezeichnete Kooperationen gibt und wo Kooperationen noch ausgebaut werden müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sollen auch baulich Orte sein, wo Menschen sich wohlfühlen können. Ökologische Baurichtlinien sind dabei zu beachten und transparente Bauweisen sind zu bevorzugen. Flächen des Lernens statt Klassenräume sind eine Möglichkeit, Schulen ruhiger zu gestalten. Klassenräume dürfen transparent gestaltet sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir benötigen eine noch bessere Schulbeförderung. Sie muss sich nach den Kindern richten und nicht die Kinder an die Anbieter der Schulbeförderung. Ehrenamtliche Schulbegleiter*innen können das Miteinander im Bus und an der Bushaltestelle befördern. Verbesserungen benötigt es auch im Bereich der Beförderung von Auszubildenden. Große Firmen müssen daher an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden.<br>
Sowohl in den Städten als auch auf dem Land muss eine sichere Erreichbarkeit von Schulen und Ausbildungsstätten mit dem Fahrrad gewährleistet sein. Hierzu sind ein Radverkehrsnetz und sichere Abstellmöglichkeiten zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veränderung gibt es auch in der Erwachsenenbildung. Lebensbegleitendes Lernen wird angesichts des gesellschaftlichen Wandels selbstverständlicher. Viele Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind niedrigschwellig. Alphabetisierung und Grundbildung ist eine der Schlüsselfragen der Weiterbildung. Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einem höheren Bedarf von Schriftsprache. Auch in Unternehmen kann diese Grundbildung angeboten werden. Die Universitäten und Fachhochschulen sind Teil der Stadtgesellschaft und viele Kooperationen mit Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen finden statt. Ehrenamtliches Engagement von Studierenden ist eine Möglichkeit, um Hochschulen mit Stadtgesellschaft zu verbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ausreichend Kitaplätze</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dem Bedarf entsprechende Plätze in den Grundschulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Öffnung von Schulen zum Gemeindeleben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mehr Entscheidungskompetenzen für Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ökologischen Schulbau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>verbesserte Schul- und Auszubildendenbeförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbesserungen in der kommunalen Erwachsenenbildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Kultur – kulturelle Vielfalt bewahren</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grüne Kulturpolitik versetzt den einzelnen Menschen in die Lage, seine Zukunft und die der Gesellschaft aktiv und kreativ mitzugestalten. Dabei vertreten wir ein breites Verständnis von Kultur, was neben Theatern, Museen und Konzerten auch Bibliotheken, Denkmäler und die lokale Geschichte, wie auch die örtlichen Vereine im Blick hat. Es gibt heute viele Herausforderungen zu meistern von Globalisierung, Landflucht oder Klimawandel über Digitalisierung oder eine aggressiver werdende Kommunikation in der Öffentlichkeit. Eine reiche und vielfältige Kultur kann unsere Gesellschaft positiv zusammenhalten. Dafür wollen wir eine Sachsen-Anhalts Kulturlandschaft so erhalten und ausbauen, dass sie möglichst Viele dazu anregt, Menschen, Situationen und Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben, konstruktiv Einfluss auf gesellschaftliche Auseinandersetzungen zu nehmen und miteinander im Kontakt zu sein und zu bleiben. Dabei sind uns regional und lokal abgestimmte Angebote für den ländlichen Raum oder für kleinere Städte genauso wichtig wie die für Mittelzentren oder Großstädte. Wir wollen gleichwertige, auf die örtlichen Bedürfnisse angepasste Kulturangebote. Moderne Mobilitätskonzepte und der Ausbau digitaler Angebote können dabei helfen, Kultur auch im ländlichen Raum erlebbar zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben der Förderung von Kultur den in Städten, setzen wir uns für eine Förderung kultureller Einrichtungen im ländlichen Raum ein. Vielfältigste private Initiativen und Vereine sorgen hier für kulturelle Diversität und ihnen gehört unsere Unterstützung. Wir wollen eine stärkere Förderung privat organisierter kultureller Veranstaltungen im ländlichen Raum. Kulturelles Leben gehört für uns zur Lebensqualität. Kultur ist Lebensmittel und Daseinsvorsorge. Wenn die Einrichtung kultureller Institutionen wirtschaftlich nicht tragbar ist, müssen dennoch Angebote vor Ort gefördert und unterstützt werden.<br>
Die städtische Kulturförderung soll weiter ausgebaut werden – seien es Theater, Konzertsäle oder Puppentheater, Ausstellungsräume, Galerien oder Museen. Kultur soll für Kinder, Jugendliche und alle Bürger*innen niedrigschwellig zugängig sein. Barrierefreiheit ist auch hier ein großes Thema. Wir setzen auf alle Formen der Kultur, um die zivile Gesellschaft zu stärken. Soziokulturelle Zentren wollen wir als Orte der Begegnung und Beteiligung stärken.<br><br>
Auch Sport ist Kultur. Förderung von Breitensport und sportlichen Freizeitangeboten sind für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von großer Bedeutung. Sportstätten müssen flächendeckend erreichbar und verfügbar, entsprechend ausgestattet und gepflegt sein. Wichtig ist außerdem die Erhaltung öffentlicher Sportanlagen mit Investitionen in Nebengebäude (Instandhaltung, funktionierende Toilettenanlagen). Turnhallen sollen schrittweise energetisch saniert werden. Wir wollen Vielfalt auch im Sport: auch für Nischensportarten müssen Räume zur Verfügung stehen. Wir unterstützen besonders Vereine, die die gegenüber einer gendergerechten Sportförderung aufgeschlossen sind und die inklusive und integrative Sportangebote unterbreiten. Zudem begrüßen wir die Zusammenarbeit des eSport-Bundes Deutschland e.V. und dem Fußballverband Sachsen-Anhalt. Dabei unterstützen wir das Engagement eSports in traditionellen Sportvereinen zu implementieren.<br><br>
Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der städtischen Kulturförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stärkung soziokultureller Zentren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt und die Pflege von Sportstätten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die gesellschaftliche Anerkennung und Etablierung von eSports</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Nov 2018 11:51:42 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K-1NEU: Zukunft wird GRÜN geschrieben</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/7336</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 03.11.2018)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft wird GRÜN geschrieben</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunalpolitik ist die Wurzel bündnisgrüner Politik in Sachsen-Anhalt. Aus Initiativen vor Ort heraus, die sich um Umweltschutz und Demokratisierung im Großen und ganz konkreten kümmerten gründeten sich in unserem Land BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Diese Basis ist uns nicht nur Vermächtnis, sie ist uns eine wichtige Aufgabe und eine Stärke unserer Partei. Noch heute sind Bürgerinitiativen und Vereine vor Ort unsere stärksten Partner, wenn es um die Gestaltung von Zukunft für Sachsen-Anhalt geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer unsere Gesellschaft ökologischer, gerechter und demokratischer machen will, muss vor Ort beginnen. Hier können wir Menschen für unsere Ideen gewinnen, ihnen zeigen, dass mit grünen Ideen reale Politik gemacht werden kann, die die Kommune besser macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stärken die Kommunen, damit sie eine attraktive und lebenswerte Heimat sind. Lokale Institutionen wollen wir von der Freiwilligen Feuerwehr über örtliche Besonderheiten bis zum Ehrenamt unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Gemeinden und Kommunen begegnen sich Mandatsträger*innen und Bürger*innen so konkret und direkt, wie nirgends sonst. Darin liegen Chancen für die Gesellschaft, das kann helfen Politikmüdigkeit zu überwinden, wenn es gelingt, die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen direkt in die kommunalen Gremien zu transportieren. Wir wollen Instrumente und Verfahren dafür stärken und die Bürger*innen so weit wie möglich beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommunalwahl 2019 stellt uns gerade in Zeiten einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung einerseits und einer Politik(er*innen)verdrossenheit andererseits vor enorme Herausforderungen. Aber sie bietet auch die Möglichkeit gemeinsam mit allen demokratischen Kräften die Diskussion wieder in den Mittelpunkt der politischen Debatten. Digitaler Hass und digitale Verunsicherungen lösen nicht die Probleme in den Kommunen und lassen die Menschen unbeachtet, die jeden Tag daran arbeiten unser Land ein bisschen besser zu machen. Wir wollen, dass das Netz zur Vernetzung der Menschen vor Ort dient (z.B. zur Vermarktung regionaler Produkte) und nicht der Spaltung unseres Landes. Für uns ist klar: Die Werte unseres Grundgesetzes leben und verteidigen wir online und offline. Daher begreifen wir die Digitalisierung als Chance kommunale Probleme zu lösen und bürgerschaftliches Engagement zu fördern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür ist es wichtig, dass sich alle Bevölkerungsgruppen in den kommunalen Gremien gut vertreten fühlen. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN gehen voran. Wir bewegen Frauen, zu den Ratswahlen zu kandidieren. Gerade für sie braucht es jedoch veränderte Rahmenbedingungen, hier fordern wir Änderungen in den kommunalen Satzungen. Echte Demokratie schließt niemanden aus und bemüht sich aktiv um aktive Beteiligung der gesamten Gesellschaft. Aber auch für kommunale Mandatsträger*innen müssen angemessene Arbeitsbedingungen geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sorgen mit unseren paritätisch aufgestellten Wahllisten dafür, dass es ein gutes Angebot an Kandidat*innen aus allen Bereichen der Gesellschaft gibt und wir gestalten gemeinsam unseren Wahlkampf so, dass dieses Angebot auch angenommen wird. Dabei wollen wir transparent zeigen, wer die Menschen sind, die für uns zur Wahl stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns in Sachsen-Anhalt auch in den Kommunen einer Verrohung der politischen Kultur entgegen. Wir arbeiten ein lösungsorientiertes und kommunikatives Klima in den Räten, weil das den Menschen nutzt. Wir machen Angebote, die das Leben verbessern. GRÜN stärkt Sachsen-Anhalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern Sie dazu auf, mitzumachen und sich einzumischen, denn nur gemeinsam können wir unsere Kommunen zukunftsfest gestalten. Informieren Sie sich, diskutieren Sie mit, stellen Sie sich auf und vor allem: gehen Sie am 26. Mai 2019 wählen und entscheiden Sie sich dabei für eine demokratische Partei!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit grünen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sachsen-Anhalt ist ein großes Land mit sehr verschiedenen Naturräumen. Stadtgrün und Landschaft – die Kommunen haben mit sehr verschiedenen ökologischen Herausforderungen zu tun. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, dass jeder Umgang mit Landschaft und Naturraum vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt ist. Wir tragen Verantwortung für das Land und die Natur, die wir unseren Nachkommen hinterlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel stellt uns vor eine der größten Herausforderungen der Zukunft, auf die wir auch in unseren Kommunen reagieren müssen. Die Reduzierung von CO2-Emmissionen durch Energieeffizienz, die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen und ressourcenschonendes Wirtschaften kommen langfristig auch den kommunalen Haushalten zugute. Zugleich müssen auch Anpassungsstrategien für den Umgang mit bereits jetzt absehbaren Folgen der Klimaerwärmung verfolgt werden. Hochwasserschutz und der Umgang mit Wassermangel und mit dem Klima in den Gemeinden sind dabei besondere Herausforderungen. Um diesen zu begegnen kann es für Kommunen sinnvoll sein, eine*n Klimamanager*in einzustellen, der*die mit Sachverstand den Klimaschutz koordiniert und vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wehren uns gegen Flächenfraß und Flächenversiegelungen. Ländliche Kommunen müssen auf die Einhaltung der Breite von Wegrandstreifen bestehen. Der Einsatz von Pestiziden auf Friedhöfen, in Parks, an Wegrändern und auf anderen kommunalen Flächen ist auf das unbedingt notwendige zu beschränken. Den Einsatz von Glyphosat lehnen wir ab. Dem Insektensterben muss auch im urbanen Raum etwas entgegengesetzt werden. Kommunen sollen überall extensiv gepflegte Blühflächen vorhalten. Wir möchten überall wo möglich Streuobstwiesen und Schulgartenprogramme fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Landgrabbing (spekulativer Kauf von Agrarflächen) möglichst verhindern. In diesem Bereich sind besonders Bund, Land und Wirtschaft gefragt. Doch auch Kommunen können in diesem Bereich Standards setzen, unter denen sie Flächen verkaufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Städte und Gemeinden wollen wir mittels ganzheitlicher Stadtentwicklung nachhaltig gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nachhaltiges Wirtschaften im Naturraum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>klimasensible Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Klimaanpassungsstrategien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Blühstreifen und -flächen, Pestizidverzicht, Streuobstwiesen und Schulgärten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kein Verkauf von kommunalen Flächen zu spekulativen Zwecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit nachhaltigem kommunalem Verkehrskonzept</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel ist in vollem Gange ‒ mit massiven Folgen: Klimazonen verschieben sich, Dürre und Versteppung breiten sich aus und heftige Unwetter nehmen zu. Regionen auf der ganzen Welt sind davon bedroht. Verantwortlich für diesen gefährlichen Prozess ist vor allem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das bei der Verbrennung von Kohle und Erdöl entsteht. Der Verkehr ist heute einer der größten Produzenten von CO2. Daher gehört zur Energiewende auch eine Verkehrswende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten für eine Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts ein. Dies erreichen wir, indem wir Voraussetzungen schaffen, damit Verkehr vermieden, auf den Umweltverbund aus Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV verlagert, und technisch verbessert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Städte lebenswerter machen, in dem wir sie so gestalten, dass möglichst viele Bürger*innen auch ohne Auto mobil sein können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Radwegenetz ausbauen und durch überregionale Verbindungen Ober- und Mittelzentren an die Umgebung anschließen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Straßenraum fußgänger*innenfreundlich gestalten durch Einführung von Zonen, in denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind (Gemeinschaftsstraßen, shared space).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbahnstraßen für Radfahrer*innen freigeben und Fahrspuren umwidmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Bau von Fahrradstationen fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen, in Wohn- und Einkaufs-quartieren schaffen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stellplatzsatzung novellieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die kommunalen Stellplatzsatzungen novellieren, damit auch Radabstellanlagen zur Pflicht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Öffentlicher Personennahverkehr und Motorisierter Individualverkehr:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Attraktivität des ÖPNV steigern. Dieser soll gut ausgebaut, dicht getaktet, zuverlässig, sicher und sauber sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dessen Finanzierung sicherstellen und dafür sorgen, dass er für alle bezahlbar bleibt. Neue Finanzierungsmodelle wie Beitrags- oder Umlagefinanzierung wollen wir zusammen mit den Bürgern diskutieren und abstimmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung von digital verfügbaren sog. Handytickets.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein flächendeckendes Netz von Stromladestationen für Elektroautos und Pedelecs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit guter kommunaler Infrastruktur</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lebensqualität hängt auch vom Zustand der kommunalen Infrastruktur ab. Die begrenzten Mittel sollen dafür transparent, konzentriert und nachhaltig eingesetzt werden. Die kommunale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Grundlage für die individuelle Mobilität. Der Erhalt von Straßen, Wegen sowie der leitungsgebundenen Versorgung ist eine große Herausforderung für die Kommunen. Die Beteiligung von Bürger*innen an den Kosten von Ausbau und Erhalt ist einer der großen Streitpunkte in der Kommunalpolitik. Wir wollen, dass die Beteiligten vor Ort sowohl an den Entscheidungen als auch den Kosten beteiligt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns gilt das Credo Straßenerhalt vor Straßenausbau. Bei Neu- und Umbauten sind an den gestiegenen Anforderungen des Radverkehrs und der Barrierefreiheit Rechnung zu tragen. Dies gilt insbesondere für Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Zugang zu schnellem Internet wird für Bürger*innen wie auch Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte immer wichtiger. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betrachten en Breitbandausbau als Daseinsfürsorge. Wir fordern daher den flächendeckenden Anschluss mit 100 Mbit/s und orientieren uns dazu auf Glasfaser in Stadt und Land. Außerdem wollen wir Lücken im Mobilfunknetz schließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im öffentlichen Raum setzen wir uns für mehr Standorte mit offenem WLAN und Freifunk ein. Die Kommunen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Digitalisierung der Kommunen ist das Gegenteil vom Ziehen einer Wartenummer. Kommunale und behördliche Dienstleistungen sind allumfassend auch online anzubieten (z.B. App-Angebote, Online-Konsultationsverfahren, E-Petitionen). Das Land muss mit einem eGovernmentgesetz verlässliche Strukturen und Standards bereitstellen und damit alle Maßnahmen bündeln, die digitale Sicherheit gewährleistet und Behördengänge abseits von Öffnungszeiten und Verwaltugnsstandorten durchgehend ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt von Straßen statt dem Neubau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Verlagerung von Verkehr auf die Schienen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lärmschutz an Zugtrassen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Breitbandausbau in der Fläche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>frei zugängliches Internet im öffentlichen Raum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eGovernment in Stadt und Land</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit mehr finanzieller Sicherheit für die Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die finanzielle Lage der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist sehr unterschiedlich. Eine solide und nachhaltige Haushaltspolitik liegt in der Eigenverantwortung der Kommunen. Selbstverständlich müssen die Kommunen im Land auskömmlich finanziert werden. Die durchgeführten Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes hat vielen Kommunen Verlässlichkeit und Planbarkeit verschafft. Trotzdem befinden sich immer noch zahlreiche Kommunen in finanziell prekären Situationen und sind „auskonsolidiert“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leider verlangen die Kommunalaufsichten immer noch Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen, dem Kernstück der kommunalen Selbstverwaltung, sowie die Erhöhung von Beiträgen und Abgaben bis zur Kostendeckung. Dabei ist anzumerken, dass es in den Kommunen wenige Bereiche gibt, die betriebswirtschaftlich korrekt gerechnet, einen 100%igen Kostendeckungsgrad haben. Diese Defizite werden traditionell und verständlich hingenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am leichtesten für die Kommunen ist das Drehen an der Steuerschraube durch Erhöhung der Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer. Beide sind in Sachsen-Anhalt für uns nur in geringem Umfang erhöhbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es muss ein funktionierendes Altschuldenmanagement etabliert werden, damit angeschlagene Kommunen die Aussicht haben, wieder auf die Beine zu kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wegweisend dafür kann das Modell der „Hessenkasse“ sein. Zur Lösung der Altschuldenproblematik der Kommunen sind Land und Bund gefragt. Wir unterstützen jede Form des Protestes von Landkreisen und Kommunen, sich hier Gehör zu verschaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausgabenseite wird bestimmt durch die Personalkosten und die laufenden Sachkosten. Die Ausgaben für die freiwilligen Leistungen liegen bei unter 6%, teilweise weit darunter. Es ist nicht zu akzeptieren, dass bei Bedarfszuweisungen und Liquiditätshilfen durch das Land teilweise Absenkungen auf 2 % gefordert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, zahlt – ist konsequent einzuhalten. Allerdings wirkt es nur in die Zukunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Unterschied zu den Kommunen haben Landkreise keine eigenen Steuereinnahmen. Die Haupteinnahmequellen sind Zuweisungen von Bund und Land sowie die Kreisumlage. Vielerorts wird zu Recht beklagt, dass die Berechnung der Kreisumlage nicht transparent ist. Wir unterstützen Kommunen, die hier Klarheit schaffen wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zu akzeptieren sind weitere Einschränkungen bei den freiwilligen Leistungen. Der Konsolidierungsdruck wird damit nur weitergereicht. Gerade die meist geringen Zuschüsse an Vereine und Initiativen, welche einen äußerst wichtigen Beitrag zum Ortsleben leisten, haben eine weit über die finanzielle Unterstützung hinausgehende Bedeutung. Darüber hinaus darf es nicht sein, dass die verfassungsrechtlich garantierte Hoheit der Kommunen über ihre Finanzen durch Auflagen ausgehöhlt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenhaushalt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Bürger*innenhaushalt soll die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Erstellung des kommunalen Haushalts zu beteiligen. Das Verfahren dazu ist öffentlichkeitswirksam und transparent durchzuführen. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, auch über konkrete Projekte abzustimmen bzw. die Reihenfolge der Umsetzung festzulegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Gender Budgeting</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und ein wichtiger Bereich darf nicht durch eine enge Haushaltführung weiter außen vor bleiben: das Gender Budgeting. Gender Budgeting ist die Anwendung des Gender Mainstreaming – der Strategie zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter – im Haushaltsprozess, wodurch Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel der Geschlechtergleichstellung umverteilt werden. Ohne Gender Budgeting ist eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik kaum möglich. Wir werden uns für die Etablierung des Gender Budgeting in den Haushalten einsetzen. Die enge Haushaltsführung darf die Einführung von Gender Budgeting nicht verhindern oder hinauszögern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kommunale Wirtschaft und Wirtschaftsförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hauptaugenmerk der kommunalen Wirtschaftspolitik lag bisher auf dem Konkurrenzkampf um überregionale Ansiedlungen. Die mit hohem Flächenverbrauch und Bodenversiegelung verbundenen Vorleistungen belasten noch heute viele kommunale Haushalte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schwerpunkt der kommunalen Wirtschaftspolitik muss deshalb zum einen auf die Unterstützung von Existenzgründungen und Start-Ups gelegt werden. Die Kommunen sollten ihre Möglichkeiten zur Unterstützung neuer Unternehmen voll ausschöpfen. Besonders mit den Hochschulen haben die Kommunen dazu einen potenten Partner.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum anderen gilt es mit einer aktiven Bestandssicherung den ansässigen Unternehmen ihre Entwicklungschancen zu erhalten und ihren Verbleib zu sichern. Dazu gehören die Unterstützung bei Erweiterung oder Umbaus sowie bei der Regelung der Unternehmensnachfolge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Herausforderung der Digitalisierung zur Modernisierung der Wirtschaft muss auch kommunal vorangetrieben werden. Breitbandversorgung gehört dazu genauso wie die Offenheit für neue Geschäftsmodelle und unkonventionelle Ideen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einzelhandel und Gastronomie sind wichtige Zielpunkte in der Innenstadt. Bei der Stadtentwicklung und der Gestaltung eines vitalen Ortskerns kommen den kommunalen Wohnungsunternehmen eine besondere Rolle zu. Sie müssen ihre Spielräume dafür nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auch neue Wertschöpfungsstrategien für die ländlichen Räume mit regionalen Vermarktungen, lokalen Marken und Dorfgemeinschaftsläden schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Stadt- und Kreissparkassen als starker Partner in der Region</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kommunalen Finanzinstitute sind ein wichtiger Partner für Menschen und regionale Wirtschaft. Durch ihre Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten haben sie eine besondere Nähe zu ihren Kund*innen. Trotz Kostendrucks und fortschreitender Digitalisierung haben die Sparkassen als kommunales Unternehmen eine besondere Verantwortung, ein kundennahes Filialnetz aufrecht zu erhalten. Für Existenzgründer*inenn müssen die Sparkassen ein starker Partner sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Tourismusförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Natur-, Kultur-, Rad- und Städtetourismus sind wichtige Wirtschaftsfaktoren für unsere Kommunen. Die landschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen sind in ganz Sachsen-Anhalt reichhaltig gegeben. Die Biosphärenreservate und Natura2000-Gebiete, die UNESCO-Welterbestätten, der Harz und sein Umland sowie Elbe, Saale und Unstrut sind beliebte Ferien- und Ausflugsziele. Die Kommunen müssen im Tourismus enger kooperieren, mit dem Ziel, durch attraktive Angebote die Gäste gemeinsam in der Region zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade im Radtourismus gilt es, noch Potenziale zu heben. Bei Wegweisung, Wegebeschaffung und E-Tankstellen gibt es in unserem Land erheblichen Nachholbedarf. Die Kommunen sind in der Pflicht, ihren Beitrag zu einer modernen Radinfrastruktur zu leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Divestment – verantwortlich investieren</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass sich Kommunen ihrer moralischen Verantwortung für den Klimawandel bewusst werden. Deshalb fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Kommunen dazu auf, ihre Investitionen aus fossilen Energien abzuziehen und in nachhaltige Geldanlagen zu investieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einhaltung des Konnektivitätsprinzips</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Durchsetzung von Gender Budgeting</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>grüne Wirtschaftsförderung mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie auf Existenzgründer*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine naturnahe Tourismusförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Anlegen öffentlicher Gelder in nachhaltigen Geldanlagen (Divestment)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in lebenswerten Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenbeteiligung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Menschen ehrlich und ernsthaft an der Ausgestaltung unserer Demokratie teilhaben lassen. Deshalb treten wir für die aktive Beteiligung aller Einwohner*innen in politischen Entscheidungsprozesse ein. Bürger*innen sollen frühzeitig informiert und in die Planungen einbezogen werden. Kontinuierlich arbeitende Gremien wie Kinder und Jugend-, Migrant*innen-, Senior*innen- oder Behindertenbeiräte sollen flächendeckend geschaffen und um punktuelle Beteiligungsverfahren wie Bürger*innenforen, Zukunftswerkstätten oder Bürger*innenbefragungen ergänzt werden. Die Mitwirkungsmöglichkeiten müssen so konzipiert sein, dass sie zur breiten Teilnahme einladen. Um so viele Menschen wie möglich miteinbeziehen zu können, sollen Informationen der Verwaltung für Bürger*innen auch in leichter Sprache veröffentlicht werden. Zudem sollen öffentliche Sitzungen im Internet übertragen werden, Sitzungsprotokolle, - unterlagen, Beschlüsse, sowie Amtsblätter im Internet offen zugänglich sein. In kommunalen Gremien und Bürger*innenversammlungen sollen außerdem das Frage- und Rederecht für Bürger*innen erweitert werden. Amtsblätter sollen neben Beschlüssen auch die Sicht der Fraktionen, Vereinen und Bürgerinitiativen darstellen. Ein Bürger*innenhaushalt bietet neben Transparenz die Möglichkeit, Spar- und Investitionsvorschläge der Bevölkerung in Haushaltsentscheidungen miteinzubeziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frauen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>50% der Macht den Frauen – das ist unser Credo. Dieses Ziel wollen wir langfristig auch in der Kommunalpolitik erreichen. Daher wollen wir kommunale Fraktionen und Verwaltungen dazu anregen, dass es durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und die Möglichkeit der Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen auch Eltern und insbesondere Müttern möglich ist, sich für ein kommunales Mandat zu entscheiden. Geschlechterparität in öffentlichen Ämtern, Ausschüssen und Aufsichtsgremien ist unser Ziel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunale Verwaltungen, die Geschlechterparität in der Verwaltungsspitze umsetzen, erfüllen eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Für kommunale Verwaltungen muss es selbstverständlich sein, Frauen die gleichen Einstellungs- und Aufstiegschancen wie Männern zu ermöglichen. Dazu gehören flexible, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle inklusive Arbeitszeitverkürzungen, die für alle kommunalen Arbeitnehmer*innen attraktiv gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kinder und Jugendliche</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche wollen mitreden und mitgestalten. Auch junge Menschen sollen immer dann am Entscheidungsprozess beteiligt werden, wenn sie unmittelbar betroffen sind. Werden sie an Entscheidungen beteiligt, können Kinder und Jugendliche diese besser nachvollziehen und deren Ergebnisse mehr wertschätzen. Mit Räumen zur Selbstgestaltung können sich Kinder und Jugendliche zudem identifizieren und somit an ihre Umgebung binden. Zu diesem Zwecke wollen wir Kinder- und Jugendparlamente einrichten, welche in den Gemeindeversammlungen Rede-, Anhörungs- und Antragsrecht erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch für Kitas und Schulen fordern wir, das Machtgefälle zwischen Angestellten, Eltern und Kindern zu lockern und damit die Mitbestimmung der Kinder zu ermöglichen. In Kitas und Schulen lernen Kinder die Gesellschaft im Kleinen kennen und können somit Demokratie direkt erleben. Wir setzen uns daher für Demokratieförderung in Kitas und Schulen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Ehrenamt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürger*innen in verschiedensten Bereichen unterstützen und wertschätzen wir. Es zeigt uns, dass sich Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung für andere Menschen einbringen wollen. Besonders für Ehrenamtliche im Bereich der Feuerwehr oder der DLRG stellt ihr Ehrenamt einen großen Teil des Lebens dar. Ihre Familien müssen zugunsten des Engagements häufig zurückstecken, während die Ehrenamtlichen Leben retten. Uns ist es daher wichtig, eine echte Anerkennungskultur zu entwickeln, bei der Ehrenamtliche beispielsweise ermäßigten Eintritt zu kommunalen Einrichtungen wie Schwimmbädern gewährt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>konsequente Einbeziehung verschiedener Beiräte und punktueller öffentlicher Foren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erweiterte Information- und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen durch Livestream von öffentlichen Sitzungen, Bereitstellung öffentlicher Dokumente – auch in leichter Sprache, erweitertes Rede- und Fragerecht in Gremien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Steigerung des Frauenanteils in kommunalen Vertretungen durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und der Möglichkeit zur Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>familienfreundliche Verwaltungen, die Vorbildcharakter für die Gesellschaft haben und allen kommunalen Arbeitnehmer*innen gleiche Chancen bieten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch Kinder- und Jugendparlamenten mit umfassenden Beteiligungsrechten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>echte Anerkennungskultur für Ehrenamtliche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in sozialen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der soziale Zusammenhalt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Die Kommunen als Träger der sozialen Wohlfahrt haben großen Anteil daran, dass sich die Menschen in ihren Gemeinden ernst- und wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN streiten dafür, dass Kommunen diese Aufgabe für die Gesellschaft nicht allein im Rahmen von Pflichtaufgaben erfüllen. Der offensive Blick auf soziale Probleme und die Unterstützung freiwilligen Engagements sind uns gerade im Hinblick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ein großes Anliegen. Die konkrete Verbesserung der Lebensqualität kann dazu beitragen die Spaltung der Gesellschaft zu verringern, Menschen im Land und auf dem Land zu halten und Demokratieverdrossenheit etwas entgegenzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das gilt besonders für Initiativen in der Jugendhilfe. In Zeiten immer knapperer kommunaler Haushalte müssen Jugendhilfe- und Freizeitangebote wie Pflichtaufgaben betrachtet werden. Die Einbindung Heranwachsender in unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft vor Ort ist die Chance, sie in ihrer Heimat zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass Kommunen sozialräumlich planen und gestalten, um Problemen angepasst und sinnvoll vorzubeugen und zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereine wollen wir möglichst finanziell unterstützen, denn sie spielen eine wichtige Rolle für Zusammenhalt der Gesellschaft. Beratungsstellen für jegliche Lebenslagen sollten für alle gut verteilbar in Sachsen-Anhalt vertreten sein. Auch Frauenhäuser müssen mit ausreichender Platzanzahl und sicherer Finanzierung für Frauen erreichbar sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind besorgt über die immer schwieriger werdende gesundheitliche Versorgung in Sachsen-Anhalt. Kommunen und Kreise sollen mit regionalen Gesundheitskonferenzen Lösungen finden, um die bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Kommunale Kliniken sind in kommunaler Trägerschaft zu halten und können mit medizinischen Versorgungszentren und eingebetteten Pflegeambulanzen einen wichtigen Beitrag auch bei der ambulanten medizinischen Versorgung leisten. Wir setzen auf Pflege im Quartier und nehmen die Kommunen in die Pflicht, Wohn- und Betreuungsformen zu erproben und zu gestalten, die Menschen jeden Alters ein gemeinsames Leben in den Kommunen erlaubt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten auch für inklusive Kommunen ein. Wo immer möglich sollen Barrieren abgebaut und Hilfen aufgerüstet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnen – auch in Innenstädten – muss für jeden Geldbeutel erschwinglich sein. Deshalb soll der soziale Wohnungsbau gefördert werden, wobei für uns Umbau vor Neubau steht.<br>
Kommunaler Grund und Boden als nicht vermehrbares Gut darf nur in begründeten Ausnahmefällen verkauft werden. Statt dessen ist eine Vergabe in Erbbaupacht zu favorisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen auf die Integration von Migrant*innen in Sachsen-Anhalt. Die gelebte und vielfältige Willkommenskultur der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Kommunen dabei in vielen freiwilligen Initiativen starke Partner haben. Diese Initiativen brauchen Unterstützung und Wertschätzung für ihre Arbeit. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wissen, dass Spracherwerb und die Chancen einer funktionierenden Nachbarschaft die Schlüssel zum Ankommen in unserer Gesellschaft sind. Sprachkurse müssen in ausreichender Zahl angeboten werden und so gestaltet sein, dass auch besondere Zielgruppen wie Mütter oder Familien dafür erreichbar sind. Wir wollen, dass Migrant*innen dezentral untergebracht werden, damit Kontakt möglich und Berührungsangst abgebaut wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine starke Jugendhilfe</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>regionale Gesundheitskonferenzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Krankenhausträger auch als Lösung für ambulante Versorgungsprobleme</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>inklusive Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erschwingliches Wohnen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Integration von Geflüchteten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Veränderung der Bildungslandschaft –<br>
Die Herausforderung heißt „Bildung für Alle“</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung geschieht vor Ort. Sie findet konkret in den Kitas, Schulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Vereinen, in der Erwachsenenbildung und in Seniorenkollegs statt. Die kommunalpolitischen Rahmenbedingungen geben dazu nur ungenügend Unterstützung. Die Veränderung, die wir für beste Bildung benötigen, liegt vor allem in den Köpfen der Verantwortlichen. Wie kann Bildung gemeinsam gelingen? Wie können wir konkret vor Ort kooperieren, damit eben aus formalen Zuständigkeiten verantwortliches Handeln für eine gute Bildung erwächst?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Kitas wird heute spielend gelernt. Bildungspläne sind auch hier angekommen, um gerade in den ersten Lebensjahren Sprache, Zahlen und Gesellschaft für Kinder erlebbar zu machen. Dazu müssen ausreichend Kitaplätze zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern auch des Lebens, denn sie stellen häufig ein Zentrum der Gemeinden dar. Sie öffnen sich zur Gesellschaft, Vereinen und verschiedenen Kooperationspartnern wie Bibliotheken oder Umweltverbänden. Schulen sollten in Zukunft von 7 bis 21 Uhr offen sein und allen Menschen im Quartier eine Möglichkeit geben, Bildung mitzugestalten. Stadtteilbibliotheken können in Schulen beheimatet sein und zum Lesen anregen. Vereine könnten Schulen abends nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Entscheidungen für eine ausgezeichnete Schulkultur, in der sich besser lernen lässt, fällt in der Schule – beim Schulleitungsteam und in der Schulgemeinschaft. Dazu benötigen Schulen in Zukunft mehr Entscheidungskompetenzen – für Personal und Finanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kooperation mit der Jugendhilfe sollte strukturiert angegangen werden. Wir müssen weg von „Einzelfalllösungen“ in der Jugendhilfe. Nicht wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist, d. h. wenn es Probleme mit z. B. Drogen hat, benötigen wir die Drogenberatung, sondern präventiv, vorausschauend, muss Drogenberatung stattfinden. „Gruppenangebote“ in Schulen anzubieten ist dabei die Strategie. Alle Schüler*innen können bei Bedarf die Drogenberatung, die ein Büro oder eine Beratungszeit in der Schule hat, niedrigschwellig wahrnehmen. Dazu benötigen wir mehr guten Willen als gesetzliche Änderungen und zwar in den Landratsämtern, Kreistagen, Stadtverwaltungen und Stadträten. Kommunale Bildungspläne helfen dabei zu erkennen, wo es schon ausgezeichnete Kooperationen gibt und wo Kooperationen noch ausgebaut werden müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sollen auch baulich Orte sein, wo Menschen sich wohlfühlen können. Ökologische Baurichtlinien sind dabei zu beachten und transparente Bauweisen sind zu bevorzugen. Flächen des Lernens statt Klassenräume sind eine Möglichkeit, Schulen ruhiger zu gestalten. Klassenräume dürfen transparent gestaltet sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir benötigen eine noch bessere Schulbeförderung. Sie muss sich nach den Kindern richten und nicht die Kinder an die Anbieter der Schulbeförderung. Ehrenamtliche Schulbegleiter*innen können das Miteinander im Bus und an der Bushaltestelle befördern. Verbesserungen benötigt es auch im Bereich der Beförderung von Auszubildenden. Große Firmen müssen daher an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden.<br>
Sowohl in den Städten als auch auf dem Land muss eine sichere Erreichbarkeit von Schulen und Ausbildungsstätten mit dem Fahrrad gewährleistet sein. Hierzu sind ein Radverkehrsnetz und sichere Abstellmöglichkeiten zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veränderung gibt es auch in der Erwachsenenbildung. Lebensbegleitendes Lernen wird angesichts des gesellschaftlichen Wandels selbstverständlicher. Viele Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind niedrigschwellig. Alphabetisierung und Grundbildung ist eine der Schlüsselfragen der Weiterbildung. Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einem höheren Bedarf von Schriftsprache. Auch in Unternehmen kann diese Grundbildung angeboten werden. Die Universitäten und Fachhochschulen sind Teil der Stadtgesellschaft und viele Kooperationen mit Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen finden statt. Ehrenamtliches Engagement von Studierenden ist eine Möglichkeit, um Hochschulen mit Stadtgesellschaft zu verbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ausreichend Kitaplätze</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dem Bedarf entsprechende Plätze in den Grundschulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Öffnung von Schulen zum Gemeindeleben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mehr Entscheidungskompetenzen für Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ökologischen Schulbau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>verbesserte Schul- und Auszubildendenbeförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbesserungen in der kommunalen Erwachsenenbildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Kultur in den Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Förderung eines „Kultursommers“ für Dörfer und kleine Städte. Die Herausforderung in der Kultur besteht in der Angleichung der Lebensverhältnisse von Stadt und Land. Die städtische Kulturförderung soll weiter ausgebaut werden – seien es Theater, Konzertsäle oder Puppentheater, Ausstellungsräume, Galerien oder Museen. Kultur soll für Kinder, Jugendliche und alle Bürger*innen niedrigschwellig zugängig sein. Barrierefreiheit ist auch hier ein großes Thema. Wir setzen auf alle Formen der Kultur, um die zivile Gesellschaft zu stärken. Soziokulturelle Zentren wollen wir stärken. Sie sind Orte der Begegnung und Beteiligung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tierparks und Zoos gehören auch zur kulturellen Landschaft. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus ist nicht möglich. Bis auf Bundesebene ein solches Haltungsverbot beschlossen wird, wollen wir auf kommunaler Ebene alle Möglichkeiten nutzen, um bessere Bedingungen für Zirkustiere zu erreichen. Wir fordern die Kommunalverwaltungen auf darauf hinzuwirken, dass das die Zurschaustellung von Wildtieren in Zirkussen in den Kommunen nicht möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Kommunen findet die EU jeden Tag statt. Am sichtbarsten wird das, wenn Straßen und Gebäude mit Förderprogrammen der EU errichtet werden. Doch auch durch Städtepartnerschaften wird die EU erlebbar. Menschen kommen sich über Landesgrenzen hinweg näher, schließen Freundschaften und es entstehen Projekte, von denen alle profitieren. Das unterstützen und fördern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Außerdem unterstützen wir den Vorschlag der Europäischen Kommission, Städte und Regionen, die beispielsweise ihre Bereitschaft erklären, Geflüchtete aufzunehmen oder besondere Maßnahmen zur Einhaltung der Klimaziele umsetzen, durch europäische Fördermittel stärker und direkt ohne den Einfluss der Nationalstaaten zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Förderung von Breitensport und sportlichen Freizeitangeboten sind für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von großer Bedeutung. Sportstätten müssen zur Verfügung stehen, entsprechend ausgestattet und gepflegt sein. Wichtig ist außerdem die Erhaltung öffentlicher Sportanlagen mit Investitionen in Nebengebäude (Instandhaltung, funktionierende Toilettenanlagen). Turnhallen sollen schrittweise energetisch saniert werden. Auch Räume für Nischensportarten sollen zur Verfügung stehen. Wir unterstützen besonders Vereine, die die gegenüber einer gendergerechten Sportförderung aufgeschlossen sind. Zudem begrüßen wir die Zusammenarbeit des eSport-Bundes Deutschland e.V. und dem Fußballverband Sachsen-Anhalt. Dabei unterstützen wir das Engagement eSports in traditionellen Sportvereinen zu implementieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der städtischen Kulturförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stärkung soziokultureller Zentren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein Wildtierverbot für Zirkusse</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Verstärkung von Städtepartnerschaften im EU-Raum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt und die Pflege von Sportstätten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die gesellschaftliche Anerkennung und Etablierung von eSports</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 14 Nov 2018 10:36:44 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-5-Neu: Landwirtschaft neu erfinden!</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Landwirtschaft_neu_erfinden-22481</link>
                        <author>Grüne Jugend, LFG Landwirtschaft (beschlossen am: 02.11.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Landwirtschaft_neu_erfinden-22481</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Menschheit. Gerade hier in Sachsen-Anhalt hat sie eine große Bedeutung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit 1,175 Millionen ha Landwirtschaftlicher Nutzfläche wird der überwiegende Teil der Fläche Sachsen-Anhalts landwirtschaftlich genutzt. Ackerbau hat daran den größten Anteil an der Nutzung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die wirtschaftlichen Erträge unserer Böden landen in den Händen von wenigen Menschen, während sich die Folgen der industriellen Landwirtschaft durch das Auslaugen der Böden, die Verschmutzung der Gewässer und durch die Bedrohung der Artenvielfalt bemerkbar machen und uns alle angehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Sachsen-Anhalt beträgt der Pachtanteil der Flächen über 70%. Stark steigende Verkehrspreise von landwirtschaftlichen Flächen, Anstrengungen nichtlandwirtschaftlicher Investoren sowie weitere Flächenversiegelungen führen dazu, dass bodenpolitischen Zielsetzungen überdacht werden müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns gegen diese ungerechte Nutzung und langfristige Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und fordern die Förderung einer kleinteiligen ökologischen Landwirtschaft. Einem Höfesterben muss mit der Erhaltung und Übernahme bestehender Betriebe, aber auch durch die Gründung neuer landwirtschaftlicher Betriebe entgegengewirkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die direkte finanzielle Förderung ist ein wichtiges Instrument um neuen Landwirt*innen einen Start zu ermöglichen. Wir begrüßen die schon angelaufenen Maßnahmen wie die Jungbauernprämie, fordern aber, diese weiter auszubauen, insbesondere für Gründungen in der ökologischen Landwirtschaft und Seiteneinsteigern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem wollen wir, dass Boden nicht weiter zum Spekulationsobjekt wird, deshalb sollen junge Landwirt*innen ein Vorkaufsrecht auf Agrarflächen erhalten und der Verkauf von Flächen an nicht-landwirtschaftliche Unternehmen soll eingeschränkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die, der Landwirtschaft nachgeordnete, lebensmittelverarbeitende Industrie wird von Großbetrieben dominiert. Das liegt unter anderem daran, dass gesetzliche Bestimmungen (z.B. Hygienevorschriften) an die Anforderungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten von Großbetrieben angepasst sind. So wird das nötige Startkapital für Neugründungen in die Höhe getrieben, was effektiv die Gründung kleiner Betriebe verhindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine weitere Möglichkeit zur Stärkung kleiner Betriebe sehen wir in der solidarischen Landwirtschaft. Durch die garantierte Abnahme bestimmter Mengen an produzierten Lebensmitteln besteht für die Betriebe Planungssicherheit und die Verbraucher*innen erhalten Einblicke in die Produktionsweisen und wissen, dass ihre Lebensmittel regional produziert werden, also keine langen Transportwege hinter sich haben. Wir wollen deshalb mehr Menschen die Möglichkeit geben, an solchen Projekten teilzuhaben und regen zur Entwicklung einer Plattform an, auf der sich Verbraucher*innen und Landwirt*innen finden können. So können die Landwirt*innen in gewissem Maß von den Marktzwängen befreit werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt soll auch einen angemessenen Beitrag zur Reduktion von CO2 und anderen Treibhausgasen zur Erreichung der internationalen und nationalen Klimaschutzziele leisten. Bei der Klimafolgenanpassung wollen wir die Landwirt*innen unterstützen, indem sie durch eine privatwirtschaftliche Beratungsförderung für bestehende Gefahren des Klimawandels sensibilisiert werden. Vor allem in den besonders niederschlagsarmen Gebieten Sachsen-Anhalts wollen wir die Bewirtschafter*innen fit machen in der Anwendung Wasser- und Nährstoffschonender Anbaustrategien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die CO2-Speicherung nicht nur in Feuchtgrünland und Niedermoore sondern der Humusaufbau auf landwirtschaftlichen Flächen insgesamt soll durch naturschutzgerechte Bewirtschaftung und besonders geplanten Wasserhaushalt gestützt werden. Mit diesen besonderen Standortbedingungen gehen kompetente und verantwortungsbewusste Landwirt*innen um und bilden die Grundlage für die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft Sachsen-Anhalts.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesellschaftliche Initiativen zur Förderung einer solchen progressiven Landwirtschaft wollen wir unterstützen und zivilgesellschaftliches Engagement in dieser Richtung ermöglichen und politisch fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich soll zum Beginn des Ausbildungsganges „Ökolandbau“ in der Fachschule Salzwedel im Jahr 2019 eine Professur für ökologische Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und langfristig ein eigenes Forschungszentrum entstehen, da hier trotz vorhandenem Wissen noch Forschungsbedarf besteht und auf dieser Grundlage ein Netzwerk von Öko-Betrieben, verarbeitenden Betrieben und der Forschung entstehen soll.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen nicht zurück zur (ebenfalls kleinbäuerlichen) Landwirtschaft von vor 100 Jahren, sondern den Weg bereiten für eine moderne, sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Böden sind wichtige Schnittstellen und Reaktionsräume im Energie- und Klimahaushalt. Ihnen kommt als nicht vermehrbarer Produktionsfaktor eine besondere Bedeutung zu, für die wirtschaftenden Landwirt*innen einerseits genauso wie für die Umwelt und das Klima andererseits. Für uns gilt: Zwischen Umwelt und Landwirtschaft gehört kein oder. Wir stehen an der Seite unserer Landwirt*innen und kämpfen für den Erhalt der Landwirtschaftlichen Fläche und deren naturschutzgerechte Nutzung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 02 Nov 2018 19:07:07 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-7-Neu: Den DDR-Dopingopfern weiterhin zur Seite stehen</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Den_DDR-Dopingopfern_weiterhin_zur_Seite_stehen-14867</link>
                        <author>Stadtverband Halle (Saale (beschlossen am: 26.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Den_DDR-Dopingopfern_weiterhin_zur_Seite_stehen-14867</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat des Landesverbandes Sachsen-Anhalt möge folgenden<br>
Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz vom 09. Bis 11. November in Leipzig als<br>
Mit-Antragsteller unterstützen:</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2>Den DDR-Dopingopfern weiterhin zur Seite stehen –<br>
Das Hilfegesetz des Bundes entfristen und an einer dauerhaften Rentenlösung arbeiten!</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Antragstext: </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt sich weiterhin solidarisch mit den Opfern des DDR-Staatsdopings. Wir fordern daher die Entfristung des Zweiten Dopingopfer-Hilfegesetzes über 2019 hinaus und langfristig den Zugang zu einer Rente nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen für alle nachgewiesenen Dopingopfer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Begründung: </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Staatsdopings der ehemaligen DDR ist seit den ersten Gerichtsprozessen Anfang der 2000er in vollem Gange und das immense Ausmaß wird mit jeder Veröffentlichung und jeder Studie bekannter. Fakt ist bereits jetzt, in der DDR wurde jahrelang flächendeckend Doping in allen olympischen Sportarten eingesetzt und verabreicht, um die Aussicht auf Höchstleistungen auf dem internationalen Parkett zu produzieren und im Wettstreit mit „Dem Westen“ einen illegalen Vorsprung zu erreichen. Die Dopingverabreichung erfolgte dabei auch in hohem Maße an minderjährige Sportlerinnen und Sportler in den Kadersportschulen. Mit dem Staatsplan 14.25 wurde daneben ein umfangreiches und kriminelles Dopingforschungssystem mit Medizinern und Wissenschaftlern etabliert und das Portfolio möglicher Dopingmaßnahmen erweitert. Sportlerinnern und Sportler wurden weder über den Einsatz der Dopingmittel, noch über deren Nebenwirkungen aufgeklärt, das vorhandene Wissen über die Unsicherheit und letztendliche Gefahr für Körper und Psyche wurde nicht weitergegeben. Die Folgen sind dramatisch. Schwere körperliche Schäden an Gelenken und Knochen, eine massive Häufung von Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit und zahlreiche weitere Spätfolgen haben viele ehemalige Spitzensportler*innen zu Schwerbehinderte und Frührentner*innen gemacht und danebenviele psychische Erkrankungen bedingt. Schätzungen rechnen mit ca. 15000 betroffenen Personen, viele davon leiden unter extremen Folgen. Nicht selten sind körperliche und psychische Folgen auch auf die Kinder von Sportler*innen beobachtet worden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem ersten Dopingopfer-Hilfegesetz hat die damalige rot-grüne Bundesregierung 2002 den ersten Schritt zu einer Entschädigung der Opfer gemacht, die zweite Auflage des Gesetzes erfolgte dann 2016. Leider läuft trotz anhaltender Antragsflut die Frist für die Beantragung einer einmaligen Entschädigung am 31.12.2018 aus und die Bundesregierung macht keine Anstalten dies zu ändern, bzw. die Frist auszuweiten. Für die erstmalige finanzielle Unterstützung von Opfern, die zum Teil heute noch nichts von einem Zusammenhang möglicher Erkrankungen und ihrer sportlichen Vergangenheit wissen, ist dies eine Tragödie. Wir fordern daher eine Entfristung der Antragsstellung und eine angemessene Aufstockung des Fonds. Langfristig ist aber zur Absicherung der schwerwiegendsten Opfer, insbesondere da viele nicht mehr arbeiten können und daher in der Mindestsicherung ankommen werden, eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Redaktioneller Hinweis zur Überarbeitung: Übernahme des Modifizierungsvorschlages des Bundesvorstandes für die Befassung auf der BDK durch die Antragsteller*innen.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 02 Nov 2018 12:58:12 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H-2-Neu: Erhöhung der Mitgliederumlage an den Landesverband</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Erhoehung_der_Mitgliederumlage_an_den_Landesverband-64697</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 23.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Erhoehung_der_Mitgliederumlage_an_den_Landesverband-64697</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beitragsabführungen der Kreisverbände an den Landesverband werden ab dem 01.01.2019 von 1,30 EUR pro Mitglied und Monat auf 2,00 EUR angehoben. Dazu wird die Finanzordnung des Landesverbandes wird mit Wirkung zum 01.01.2019 bis zu einer letztverbindlichen Entscheidung des nächsten Landesparteitages vorläufig wie folgt geändert:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>2.4 Für jedes Mitglied sind <strong>2,00</strong> € pro Monat, sowie der festgelegte Beitragsanteil für den Bundesverband, von den Kreisverbänden/Basisgruppen an den Landesverband anzuführen.</em></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gemeinsam Grün Gewinnen! Mit dem Haushaltsplan 2019 stellen wir die Weichen für unsere Aufstellung zur nächsten Landtagswahl. Wir sind in unserer zweiten Wahlperiode im Landtag und nun auch als Regierungspartei in der schönen, aber auch anspruchsvollen Situation, grüne Politik in unserem Bundesland umsetzen und erklären zu dürfen. Daran arbeiten die Mitglieder der Fraktion und unsere Ministerin Claudia unermüdlich. Auch wir als Landesverband und viele Kreisverbände sind aktiver als jemals zuvor. Wir sind so stark und so präsent wie nie zuvor. Aber beim nächsten Landtagswahlkampf werden wir da noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegen müssen, um diese inhaltliche und personelle Stärke auch wieder ein starkes Wahlergebnis zu verwandeln. Wenn uns dies gelingt, dann profitieren wir davon alle, denn nur so können wir die Umwelt zu schützen, Benachteiligten zu helfen, gleiche Rechte für alle durchsetzen und den rechten Menschenfeind*innen in diesem Land die Stirn bieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Anforderungen an politische Akteur*innen, und an politische Kommunikation und Überzeugungsarbeit sind aber massiv gestiegen. Im Smartphone- und Social-Media-Zeitalter, in der Politik hoch beschleunigt, technisch aufwendig mit Videos kommuniziert werden muss, können wir uns die nötige teure Technik und Personalkapazität nur in der LGS leisten. Diese Investitionen haben wir in Verantwortung für unsere Partei getätigt, um nicht nur den Landesverband, sondern auch die Kreisverbände noch besser unterstützten zu können. Fotos, Flyer und Plakate, die die Kreisverbände früher selbst organisieren mussten, können nun mit einer Mail an die LGS zur Erledigung bestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinzu kommt die aktivere Rolle des Landesverbandes in der Planung von Aktivitäten und Kampagnen im Alltag. Bei der Blumensamen-Verteilungs-Aktion zur Thematisierung des Bienensterbens im Mai 2018 beispielsweise gab es ein Veranstaltungskonzept ‚schlüsselfertig‘ inkl. finanziertem Material vom LV für die Kreisverbände. Diese konnten so schnell für alle gewinnbringende Veranstaltungen draus machen. In solchen Fällen profitieren die KVe ziemlich direkt von der konzeptionellen, organisatorischen und finanziellen Kraft des Landesverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber diese neue Rolle, das Mehr an Anfragen, an Veranstaltungen, die nötigen größeren Räumlichkeiten und vieles mehr zehrt an unseren Reserven. Daher bitten wir euch um die vorbereitende Entscheidung, den Landesverband auch finanziell in die Lage zu versetzen, diese neue Verantwortung für die gesamte grüne Familie im Land wahrnehmen zu können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Nov 2018 20:32:28 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H-1-Neu: Haushalt 2019</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Haushalt_2019-27082</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 23.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Haushalt_2019-27082</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Antrag:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat möge dem als Tabelle beigefügten Haushaltsplanentwurf des Landesverbandes für 2019 zustimmen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Erläuterungen zum Haushaltsplan 2019</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Folgende Veränderungen, die über die normalen Fortschreibungen oder erfahrungsbasierenden Anpassungen von Ansätzen hinausgehen, schlägt der Landesvorstand für den Jahreshaushalt 2019 vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Einnahmen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 1d (Einnahmen) und 12a (Ausgaben): „Gemeinsame*r Referent*in Kreisverbände“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Landesverband hat im 2. Halbjahr 2018 testweise mit einigen Kreisverbänden eine neue Stelle zur Unterstützung der Kreisverbände geschaffen, die formell über den Landesverband angestellt ist, aber von den Kreisverbänden mitfinanziert wird. Diese Finanzierung läuft zum Jahresende 2018 aus. Es ist jedoch unser Vorschlag, diese Stelle mindestens bis zur Kommunalwahl 2019 fortzuführen. Hierfür sind im Haushalt unter Zeile 1d die notwendigen Aufwendungen der Kreisverbände vorgesehen. Hierzu ein Hinweis auf Zeile 12a als durchlaufender Posten. Grundsätzlich wird über die Fortführung getrennt abgestimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 3</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vorgeschlagen ist hier vorerst nur eine normale Fortschreibung der bisherigen Beitragszahlungen verzeichnet. Eine Terminierung von Gesprächen mit den entsprechenden Mandatsträger*innen wurde aber bereits vorgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 10a, Zeile 19a</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umsetzung einer neuen Vorgabe des Bundesverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Ausgaben</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 22: Ausstattung Technik</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die ursprünglich geplante Finanzierung neuer Technik für Video- und Tonschnitt wurde hinsichtlich der Vermeidung hoher Zinszahlungen in eine einmalige Ausgabe in 2018 umgewandelt. Entsprechend erfolgt eine deutliche Reduzierung der Ansätze für 2019 und der Mittelfristigen Finanzplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 22b: Social Media Werbung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Einplanung von Werbemitteln für Facebook, Twitter, Instagram und/oder Google. Bisher wurde diese immer anlassbezogen aus dem Aktionsfonds LaVo verbucht. Für eine bessere Transparenz nun gesondert ausgewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 37: Aktionshaushalt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der entscheidende Posten für unsere politische Arbeit. Erhöhung des Ansatzes aufgrund zuletzt deutlich aktiverer Landesfachgruppen und des neuen LaVos.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 37a: Tschiche-Preis</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In 2019 steht wieder die Verleihung unseres Demokratiepreises an, entsprechend Einplanung des Preisgeldes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Rücklagenbildung und Ausgaben für Wahlkämpfe Europa- und Kommunalwahlen</span>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus der regulären Haushaltsführung erwarten wir für 2019 zunächst einen Überschuss in der Größenordnung von 42.500 EUR. Davon abzuziehen sind aber nach unserer Planung noch die Ausgaben in Höhe von 5.000 EUR für die Kommunalwahlen und 15.000 EUR für die Europawahlen im Mai 2019. Weiterhin schlägt der Landesvorstand vor, in die landespolitisch relevante Oberbürgermeisterwahl in Halle im Herbst 2019 zusätzliche 5.000 EUR zu investieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 01 Nov 2018 20:31:23 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-1: Gesund und nachhaltig bauen und wohnen</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6652</link>
                        <author>Dorothee Berthold (KV Burgenlandkreis), Christian Franke, Dorothea 	Frederking (beide Altmarkkreis Salzwedel), Conny Lüddemann (KV Dessau-Roßlau), Sebastian Lüdecke (KV Mansfeld-Südharz), Susan Sziborra-Seidlitz (KV Harz (beschlossen am: 14.05.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6652</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Gesund und nachhaltig bauen und wohnen –<br>
Die Ökobilanz von Neubauten und Sanierungen in<br>
Sachsen-Anhalt umfassend verbessern.</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Leitbild:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen. Die Gebäude und Wohnungen, in denen wir uns Zeit unseres Lebens größtenteils aufhalten, spielen also eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wohngesundheit muss aus gesundheitspolitischer und verbraucherschutzpolitischer Sicht hoch angesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig trägt die Bauindustrie alleine durch die Herstellung von Zement zu ca. 8 % der weltweiten CO₂äq Emissionen bei. Auf den Deponien in Sachsen-Anhalt und anderswo finden sich viele mineralische Abfälle aus der Bauwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Konventionelle Dämmstoffe sorgen für Müllberge. Zum Beispiel das Flammschutzmittel HBCD in Polystyrol-Dämmstoffen, das bis 2017 Verwendung fand, ist seit 2016 als „Sondermüll“ klassifiziert und entsprechend teuer zu entsorgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Fragen nach für Menschen gesunden und für die Umwelt nachhaltigen Bauen und Wohnen sind wesentlich für die Politik. Leitbild bündnisgrüner Politik ist dabei, auf den Punkt gebracht. das Öko-Haus: ein Gebäude, das nicht CO₂äq freisetzt, sondern vielmehr bindet. Im besten Falle aus nachwachsenden Bau- und Dämmstoffen besteht, die ökologisch produziert sind. Bei dessen Errichtung Baumaterialien aus recycelten Bauprodukten verwendet werden, die ihrerseits recycelbar sind und die regionale Kreislaufwirtschaft stärken. Ein solches Gebäude punktet nicht nur in Sachen Klimaschutz, sondern fördert auch die Wohngesundheit und das Wohlbefinden der BewohnerInnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies bündelt sich für uns in dem Slogan:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Öko-Bauen: Gut für das Klima. Gut für den Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Sachsen-Anhalt birgt die Stärkung des Öko-Bauens auch eine wirtschaftliche Chance. Gerade die hiesige Holzwirtschaft kann davon profitieren. Wir wollen das ökologische Bauen in Sachsen-Anhalt aus seiner Nische holen. Als Land wollen wir dafür als gutes Beispiel vorangehen. Die Landesenergieagentur hat sich mit ihrer baubiologischen Ergänzung der Bauherrenmappe auf den Weg gemacht. Dieser Impuls ist im Land dringend aufzugreifen und zu verstärken. Ein schlichtes weiter so, ein weiteres Zustellen der Landschaft mit Beton und Styropor, wollen wir verhindern. Für uns gehört die Zukunft dem nachhaltigen und ökologischen Bauen. Damit sich diese Zukunftsvision erfüllt sind jetzt die Weichen zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öko-Bauen: Weit mehr als nur gute Dämmung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ökologisches Bauen verlangt zu Beginn eine Weitung des Blickes. Denn der gängige enge Fokus einzig auf den Energieverbrauch in der Nutzungsphase von Gebäuden greift viel zu kurz, um die wirkliche Öko-Bilanz eines Gebäudes zu erfassen. Energetische Sanierung ist gut und richtig zur Reduzierung der CO₂äq-Emissionen. Aber es gilt den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Baustoffproduktion bis zum Rückbau – zu betrachten. Das bedeutet bspw., die Graue Energie und die eingebundenen CO₂äq-Emissionen, die u .a. zur Herstellung und Entsorgung von Baustoffen benötigt werden, einzurechnen. Denn ein gut gedämmtes konventionelles Einfamilienhaus benötigt für seine Herstellung die Energie von rund 200 Jahren Beheizung dieses Gebäudes. Öko-Häuser, seien sie aus Holz oder Lehm, verbrauchen in ihrer Errichtungsphase deutlich weniger Energie und stehen entsprechend in der Energiebilanz weit besser dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachhaltig Bauen heißt für uns bei Energieverbrauch, Baustoffen und Kostenkalkulationen, den gesamten Lebenszyklus der Gebäude einzubeziehen. Dieser nachhaltige Blick muss für PlanerInnen, ArchitektInnen, BauherrInnen, BauträgerInnen und natürlich die Politik zum Standard werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit diesem weiten Blick sind die Vorteile ökologischen Bauens augenfällig. Tragen doch Betonhäuser zur CO₂äq Emission bei, wohingegen Holzhäuser CO₂äq binden. Die Landesenergieagentur beziffert die Differenz mit ca. 60 t CO₂äq. Der Bau eines Einfamilienhauses führt zu ca. 45 t CO₂äq-Emissionen, wohingegen ein ökologisches Einfamilienhaus aus Holz mit Naturdämmstoffen ca. 15t CO₂äq bindet. Ergo 60 t CO₂äq-Differenz. Auch können die Bauteile eines Holzhauses am Ende seines Lebensweges als erneuerbare Energieträger verwertet werden, während manch anderer Baustoff teuer auf der Sondermülldeponie zu entsorgen ist. Das Gleiche gilt natürlich für Ökodämmstoffe wie Stroh und Zellulose, im Vergleich zu konventionellen wie Polystyrol-Dämmstoffen. Die Einbeziehung solcher Lebenszykluskosten unterscheidet das nachhaltig ökonomische Denken von herkömmlichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen, bei denen oft nur die Anschaffungs- und Baukosten eine Rolle spielen. Gerade im Bereich öffentlicher Bauaufträge wollen wir Bündnisgrüne dieses nachhaltige ökonomische Denken verankert wissen. Es darf nicht nur gelten, möglichst billig zu bauen, sondern gerade der öffentlichen Hand muss es auch um ein wirtschaftlich nachhaltiges Bauen gehen, das ökologische und wohngesundheitliche Aspekte verwirklicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade in Bezug auf Holzbau besteht in Sachsen-Anhalt Nachholbedarf. Man muss gar nicht mal nach Süddeutschland schauen, mit einem Anteil von bis zu 26 % Holzbauten – so in Baden-Württemberg. Es reicht der Blick in die anderen Ostländer wie Sachsen mit 15 % und Thüringen mit 13 % Holzbauten, um klar vor Augen geführt zu bekommen: Sachsen-Anhalt liegt mit einer Holzbauquote von knapp über 9 % deutlich in der Schlussgruppe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohngesundheit fördern durch ökologisches Bauen. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Kleidung aus 100 % Polyester hält warm. Aber bekanntermaßen ist solche Kleidung nicht atmungsaktiv, gibt bei jedem Waschen Mikroplastik in den Wasserkreislauf ab und hat einen geringen Tragekomfort. Weit besser sind Naturprodukte wie Baumwolle. Sehr ähnlich verhält es sich mit Hausdämmung. Auch Polystyrol-Dämmstoffe halten die Wärme im Inneren, aber das Raumklima nimmt Schaden. Ganz anders bei Öko-Dämmstoffen. Durch diese bekommen wir „atmende Wände“. Angefangen bei mineralischer Dämmung aus Kalk, Sand und Zement über nachhaltige Materialien wie Zellulose, Wolle oder Stroh. Dann droht nicht Schimmelbefall durch mangelnde Lüftung, sondern Wohngesundheit wird umfassend gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lehm ist für Allergiker interessant, denn das Naturprodukt filtert nicht nur Schadstoffemissionen, sondern auch Feinstäube aus der Raumluft und bindet diese dauerhaft. Lehm trägt dazu bei, den Feuchtigkeitsgehalt des Wohnraums zu regulieren, indem er Wasserdampf aufnimmt, speichert und bei Bedarf wieder abgibt. Schimmelbildung und etwa ein Austrocknen der Schleimhäute wird dadurch vorgebeugt. Auch der Baustoff Holz ist schadstoffabsorbierend. Daneben sorgt es für ein ausgeglichenes Innenraumklima, indem es die Feuchtigkeit der Raumluft aufnimmt, speichert und bei zu trockener Luft wieder abgibt. Mit Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit stirbt auch ein Großteil der Hausstaubmilben, was für Allergiker besonders vorteilhaft ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnisgrüne denken wir Klimaschutz und Wohngesundheit stets zusammen. Denn energetische Sanierung darf nicht auf Kosten der Wohngesundheit gehen. Bis vor kurzem kam etwa zur Dämmung das hochgiftige Flammschutzmittel HBCD in Polystyrol-Dämmstoffen zum Einsatz. Die Ausnahmegenehmigung für den Einsatz dieses toxischen Stoffes war von der EU bis 2017 verlängert worden, obwohl es bereits seit Oktober 2016 als &quot;Sonderabfall&quot; deklariert war.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene stellt dazu allgemein fest, dass neben genetischen und allgemeinen Umwelteinflüssen zunehmend Schadstoffe aus Bauprodukten/ Einrichtungsgegenständen als mögliche Verursacher von Allergien in den Blick geraten. Auch kommen Studien des Helmholtzinstituts und der Universität Leipzig zu dem Schluss: „Insbesondere vom Renovieren von Wohnungen geht eine Gefahr für die Kinder aus, an Allergien zu erkranken.“<a href="#_ftn1"><sup><sup>[1]</sup></sup></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohngesundheit im Sinne eines allergikerInnenfreundlichen Bauens und des Anspruchs der Schadstoffminimierung ist als wesentlicher Aspekt ökologischen Bauens mit zu denken. Schließlich können auch Holzbauten durch entsprechende Lacke und Holzschutzmittel gesundheitsschädigend wirken. Nur im Zusammenspiel von ökologischen und gesunden Bauen bekommen wir einen Mehrwert für Mensch und Natur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderungen zur Stärkung des Öko-Bauens:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kommunale und Landesförderung von ökologischen Bau- und Dämmstoffen als Marktanreizsystem. Sachsen-Anhalt soll sich ein Beispiel an den Ländern Hamburg und Bayern oder etwa der Stadt München nehmen, die bereits baubiologische Programme in ihre Förderkulisse aufgenommen haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufnahme von baubiologischen Aspekten in das Landesvergabegesetz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Berücksichtigung von baubiologischen Anforderungen bei der Ausschreibung öffentlicher Bauvorhaben. Sowohl auf Seiten der Kommunen, wie des Landes.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Holzbauquote deutlich steigern. Bis 2030 Angleichung mindestens auf Ost-Niveau (von knapp über 9 % auf mindestens 15 %). Dafür ist Anpassung der Landesbauordnung an Musterbauordnung im Bereich Holzbauten nötig und der Einsatz des Landes auf Bundesebene zur Umsetzung der Charta Holz 2.0.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einsatz des Landes auf Bundesebene für eine stärkere Berücksichtigung der Emissionen bei der Herstellung von Baustoffen in der Energieeinsparverordnung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ökologisches Bauen: Wissen wie es geht</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben einer materiellen Förderung des Öko-Baus, um dessen Marktgängigkeit zu befördern und als Land mit gutem Beispiel voran zu gehen, bedarf es auch einer ideellen Unterstützung. Zwar gibt es beispielsweise den Fernlehrgang Baubiologie vom Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN) in Rosenheim, aber eine breit aufgestellte Wissensvermittlung und einschlägige Berufsabschlüsse fehlen. So kann das Ansinnen von Bauherren ökologisch zu bauen schlicht und ergreifend daran scheitern, dass niemand gefunden wird, der dazu auch die nötige Kompetenz hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landespolitik ist gehalten, zusammen mit den Handwerkskammern und VertreterInnen einschlägiger Studiengänge Curricula zum ökologischen, nachhaltigen und wohngesunden Bauen zu entwickeln, spezifische Fortbildungsangebote zu schaffen und generell den Wissenstransfer zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusammen mit der Landesenergieagentur hat das Land eine Online-Plattform einzurichten zur Vermittlung und Vernetzung von Betrieben und Unternehmen, die im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren besondere Expertise vorweisen. Das umfasst sowohl die Baustoffproduktion, den Baustoffhandel, Planerinnen und Planer, Architekturbüros, Handwerksbetriebe und natürlich Bauträger. Eine Online-Plattform soll diese vielfältigen Akteursgruppen im Bereich des ökologischen Bauens vernetzen und einen möglichst umfassenden zentralen Anlaufpunkt für Sachsen-Anhalt anbieten. Damit sowohl BauherrInnen leichter passende Anbieter finden können, als auch die einschlägigen Betriebe und Unternehmen unkompliziert „gleichgesinnte“ KollegInnen aus dem Bereich ökologisches Bauen kontaktieren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schaffung einer Online-Plattform für baubiologisch orientiere Unternehmen. Zur Vernetzung der Fachkompetenz im Land und einer zentralen Anlaufstelle für interessierte (potentielle) Bauherren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kompetenzerwerb und Wissensmanagement im Bereich ökologisches Bauen sowohl ideell wie materiell fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Landesförderung für baubiologische Fort- und Weiterbildungsangebote.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grünes Bauen und Quartiersentwicklung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachhaltiges Bauen hat auch eine soziale Komponente. Damit fügt sich dieser Ansatz in das Grüne Leitbild eines inklusiven Quartiers ein. Etwa die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen berücksichtigt bei ihrer Zertifizierung ausdrücklich die „Standortqualität“, ob also Gebäude einen positiven Beitrag für das Quartier leisten und beispielsweise Gegebenheiten im Quartier berücksichtigen. Das einzelne Gebäude wird so im Zusammenhang mit dem Quartier und seinen BewohnerInnen betrachtet und bewertet. Nachhaltiges Bauen ist der harte Fakt für eine gelungene Quartiersentwicklung. Doch diese ist ebenso abhängig von weichen Faktoren wie QuartiersmanagerInnen, Quartierbüros und der Förderung von Vernetzung, etwa im Rahmen der Pflege und Unterstützungsleistungen für ältere Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Familien. Damit fügt sich der Ansatz „Öko-Bauen“ nahtlos an den Parteibeschluss „Selbstbestimmt wohnen und leben – auch bei Pflege und Unterstützungsbedarf“ und erweitert diesen programmatisch um eine wohnungs- und baupolitische Dimension. Das inklusive Quartier wollen wir im Grünen Sinne auch zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Quartier machen. Ein solches Quartier ist dann Symbol einer sozial-ökologischen Wende. Um einen solcherart inspirierenden Ort gelungener Praxis zu schaffen, wollen wir ein wissenschaftlich begleitetes und evaluiertes Modellvorhaben in Sachsen-Anhalt landesseitig fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜNE Forderung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausschreibung einer langfristig angelegten Landesförderung für ein Modellvorhaben „Inklusiv und klimaneutral: Das Vorzeigequartier Sachsen-Anhalts“ unter enger Einbeziehung sozial- wie ingenieurswissenschaftlicher Expertise und begleitender Evaluation.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><span class="underline"><a href="http://www.ufz.de/index.php?de=35808">http://www.ufz.de/index.php?de=35808</a></span> ; <span class="underline"><a href="http://www.ufz.de/export/data/2/100179_Neuer%20Fu%C3%9Fboden%20kann%20zu%20Atemproblemen%20bei%20Babys%20f%C3%BChren_15.12.2014.pdf">http://www.ufz.de/export/data/2/100179_Neuer<br>
%20Fu%C3%9Fboden%20kann%20zu%20Atemproblemen%20bei%20Babys%20f%C3%BChren_15.12.2014.pdf</a></span></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:22:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-2: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik! </title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6651</link>
                        <author>Landesfachgruppe Frauen (beschlossen am: 16.05.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6651</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nahezu ein Jahr vor den Kommunalwahlen wollen wir die Kreisverbände und kommunalen Fraktionen in die Pflicht nehmen, Strukturen zu schaffen, die es mehr Frauen ermöglicht, sich kommunalpolitisch zu beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kreisverbände und kommunalen Fraktionen sollen den Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine höhere Frauenbeteiligung in kommunalen Parlamenten nutzen. Innerparteilich bedeutet dies für die Kreisverbände, ihre Ansprache und die Normierung auf Frauen zu zuschneiden. Für die Fraktionen bedeutet dies einerseits, dass sie ihre Strukturen, z.B. Sitzungskultur und Aufwandsentschädigungen, weiblicher gestalten und anderseits in ihrer Kommune Veränderungsprozesse anstoßen, die eine paritätische Frauenbeteiligung in den Parlamenten begünstigen, z.B. die Möglichkeit der Elternzeit für Kommunalpolitiker*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beantragen, dass sich jeder Kreisverband und jede kommunale Fraktion die Gewinnung von Frauen für kommunalpolitische Ämter in Vorbereitung und Durchführung auf die kommende Kommunalwahl 2019 in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen und Bestrebungen stellt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als die Grünen 1983 mit einer 50% Quote in den Bundestag einzogen, haben sie einen überparteilichen, vielleicht gar gesamtgesellschaftlichen Impuls gegeben. In den Folgejahren führten auch andere Parteien Quotierungen ein. Die Frage der Beteiligungsmöglichkeiten der Frauen, nicht nur die politische, wird seither über den schon länger andauernden akademischen Diskurs hinaus ausgehend von den Grünen in die Praxis umgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bedeutung der paritätischen Besetzung von Mandaten für die Abbildung unserer Gesellschaft und damit für unsere Demokratie ist von unbestrittener Bedeutung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während die Quotierung der Mandate auf Bundes- und Landesebene in der Regel eingehalten wird, scheinen auf kommunalpolitischer Ebene andere Mechanismen zu greifen. Die sachsen-anhaltische Bündnisgrüne Spannbreite der Frauenmandate auf kommunaler Ebene öffnet sich im Harzkreis bei knapp über 50 % und findet ihr trauriges Ende in Magdeburg und Dessau bei einer Frauenbeteiligung von 0%.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das ist viel zu wenig, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass gerade die kommunalpolitische Parteienebene der „gate-keeper“ für die Frauenrepräsentanz im übergeordneten Parlamenten ist. Aus der kommunalen Ebene rekrutieren auch wir Grüne unseren weiblichen und männlichen Nachwuchs für Führungspositionen. Es ist also dringend geboten, sensibel mit Quotenausreißern auf in den Kommunalparlamenten umzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anstatt aber immer wieder mit dem Finger auf die sich nicht zur Wahl stellende Frau zu zeigen, müssen Strukturen hinterfragt und geändert werden, damit auch Frauen sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe entscheiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie rekrutieren wir die Frauen, die sich zur Wahl aufstellen lassen? Wie schaffe wir einen niederschwelligen Einstieg in die kommunalpolitische Arbeit, wie werden Expertinnen explizit in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse eingebunden und damit der Zugang zum Amt bereitet. Die Palette der zu hinterfragenden Themen ist damit nicht abgeschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus muss in der vor allem auf Männer zugeschnittene Welt der kommunalen Fraktionsarbeit für die Welt der Frauen geöffnet werden. Dies muss in den Bündnisgrünen Fraktionen selbst geschehen. Wie gestaltet sich die Sitzungskultur, wie verbindlich wird sich an zeitliche Vorgaben gehalten und wie werden die doch zumeist weichen Themen der Frauen (Bildung, Soziales, Gesundheit) in der Fraktion gewürdigt, sind beispielsweise kritische zu betrachtende Punkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber auch in den kommunalpolitischen Parlamenten muss der Weg für Mehr Frauenbeteiligung bereitet werden. Auch hier muss die Sitzungskultur, die Möglichkeiten von Kinderbetreuung während der Sitzungen sowie Elternzeiten für Mandatsträger*innen neben einer Quotierung von Ausschussmitgliedern vorangetrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist nicht zu erwarten, dass über Jahre gewachsene Strukturen in wenigen Monaten verändert werden. Wohl aber erwarten wir das couragierte Bestreiten dieses Weges.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:16:39 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-3: Mehrwertsteuer frauenfreundlich gestalten</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Mehrwertsteuer_frauenfreundlich_gestalten-41056</link>
                        <author>Landesfachgruppe Frauen (beschlossen am: 16.05.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Mehrwertsteuer_frauenfreundlich_gestalten-41056</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen werden finanziell nicht nur beim Lohn benachteiligt. Monatlich benötigte Hygieneartikel werden bei der Mehrwertsteuer als „Luxusgegenstände“ betrachtet, weshalb Frauen einen Mehrwertsteuersatz von 19% für diese Produkte zahlen. Es lässt sich berechnen, dass zum Beispiel eine 45-jährige Frau bislang rund 7.200 Euro für ihre Periode gezahlt hat, davon 1.350 Euro Steuern. Doch besonders Obdachlose, Auszubildende/Studentinnen und Frauen mit Hartz IV oder geringem Einkommen sind von dem hohen Mehrwertsteuersatz für Frauenhygieneartikel belastet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eingeführt wurde der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% für „Produkte des täglichen Bedarfs“, um „bestimmte Güter des lebensnotwendigen Bedarfs“ zu verbilligen. Doch die Liste der Ausnahmen geht weit über den lebensnotwendigen Bereich hinaus: Schnittblumen, Hotelübernachtungen, Katzenfutter, Skiliftfahrten. Für Briefmarken gilt sogar ein Mehrwertsteuersatz von 0%. Doch notwendige Frauenhygieneartikel werden leider nicht bedacht, obwohl sie von der Hälfte der Bevölkerung regelmäßig genutzt werden und damit sehr wohl zum täglichen Bedarf gehören.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach EU-Gesetzgebung müssen Hygieneprodukte mit 5% besteuert werden. Dieser Grenze sollte sich angenähert werden, denn im internationalen Vergleich ist Deutschland ist neben Schweden das einzige EU-Land, das Frauenhygieneartikel derart hoch besteuert. Vorreiter in diesem Bereich ist Kenia, wo seit 2011 auf Hygieneartikel für Frauen keine steuerlichen Abgaben mehr entfallen dürfen. Auch Kanada zog schnell nach. Frankreich senkte 2015 die Mehrwertsteuer für Frauenhygieneartikel von 20 auf 5,5% und nimmt dadurch Steuereinbußen von 55 Millionen Euro im Jahr in Kauf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das willkürliche Mehrwertsteuersystem in Deutschland gilt es zu beenden, denn Frauen zahlen in dem Fall dafür Mehrwertsteuern, dass sie Frauen sind. Der Staat soll nicht am Frau-sein verdienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauenhygieneartikel keine Luxusgegenstände, sondern Notwendigkeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt setzen sich für eine Reform des Mehrwertsteuersystems ein. Die Kategorie „Produkte des täglichen Bedarfs“ muss im Zuge dessen neu definiert werden und zukünftig auch Frauenhygieneartikel beinhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umweltfreundliche Alternativen betrachten wir als förderungswürdig. Für diese sollte Mehrwertsteuer von 5% anfallen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:14:40 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-5: Landwirtschaft neu erfinden!</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Landwirtschaft_neu_erfinden-2025</link>
                        <author>Grüne Jugend, LFG Landwirtschaft (beschlossen am: 14.06.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Landwirtschaft_neu_erfinden-2025</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Menschheit. Gerade hier in Sachsen-Anhalt hat sie eine große Bedeutung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Über die Hälfte der gesamten Fläche Sachsen-Anhalts wird dank sehr fruchtbarer Böden landwirtschaftlich genutzt, davon ca. 95% nicht-ökologisch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotzdem beschäftigt die Landwirtschaft nur etwa 2,5% der Erwerbstätigen. Das ergibt ca. eine Person pro 50 Hektar. Der Trend geht bundesweit zu immer weniger und größeren Betrieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind diese hier im Durchschnitt schon 4,5 mal so groß wie im Bundesdurchschnitt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die wirtschaftlichen Erträge unserer Böden landen also in den Händen von wenigen Menschen, während sich die Folgen der industriellen Landwirtschaft durch das Auslaugen der Böden, die Verschmutzung der Gewässer und durch die Bedrohung der Artenvielfalt bemerkbar machen und uns alle angehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns gegen diese ungerechte Nutzung und langfristige Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und fordern die Förderung einer kleinteiligen ökologischen Landwirtschaft. Einem Höfesterben muss mit der Erhaltung und Übernahme alter Betriebe, aber auch durch die Gründung neuer landwirtschaftlicher Betriebe entgegengewirkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die direkte finanzielle Förderung ist ein wichtiges Instrument um neuen Landwirt*innen einen Start zu ermöglichen. Wir begrüßen die schon angelaufenen Maßnahmen wie die Jungbauernprämie, fordern aber, diese weiter auszubauen, insbesondere für Gründungen in der ökologischen Landwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu gehört auch die Ermöglichung der Ausbildung und Forschung in der ökologischen Landwirtschaft. Die Berufsschulen, die Fachhochschulen und die Universitäten sollen ihre Lehrpläne um den Ökolandbau erweitern, um das Wissen in dem Bereich praktisch nutzbar zu machen. Zusätzlich soll eine Professur für ökologische Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und langfristig ein eigenes Forschungszentrum entstehen, da hier trotz vorhandenem Wissen noch Forschungsbedarf besteht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem wollen wir, dass Boden nicht weiter zum Spekulationsobjekt wird, deshalb sollen junge Landwirt*innen ein Vorkaufsrecht auf Agrarflächen erhalten und der Verkauf von Flächen an nicht-landwirtschaftliche Unternehmen soll eingeschränkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die, der Landwirtschaft nachgeordnete, lebensmittelverarbeitende Industrie wird von Großbetrieben dominiert. Das liegt unter anderem daran, dass gesetzliche Bestimmungen (z.B. Hygienevorschriften) an die Anforderungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten von Großbetrieben angepasst sind. So wird das nötige Startkapital für Neugründungen in die Höhe getrieben, was effektiv die Gründung kleiner Betriebe verhindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine weitere Möglichkeit zur Stärkung kleiner Betriebe sehen wir in der solidarischen Landwirtschaft. Durch die garantierte Abnahme bestimmter Mengen an produzierten Lebensmitteln besteht für die Betriebe Planungssicherheit und die Verbraucher*innen erhalten Einblicke in die Produktionsweisen und wissen, dass ihre Lebensmittel regional produziert werden, also keine langen Transportwege hinter sich haben. Wir wollen deshalb mehr Menschen die Möglichkeit geben, an solchen Projekten teilzuhaben und regen zur Entwicklung einer Plattform an, auf der sich Verbraucher*innen und Landwirt*innen finden können. So können die Landwirt*innen in gewissem Maß von den Marktzwängen befreit werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesellschaftliche Initiativen zur Förderung einer solchen progressiven Landwirtschaft wollen wir unterstützen und zivilgesellschaftliches Engagement in dieser Richtung ermöglichen und politisch fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen nicht zurück zur (ebenfalls kleinbäuerlichen) Landwirtschaft von vor 100 Jahren, sondern den Weg bereiten für eine moderne, sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:13:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-4: Jüdisches Erbe bewahren – Jüdische Gemeinden unterstützen – Antisemitismus bekämpfen</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Juedisches_Erbe_bewahren__Juedische_Gemeinden_unterstuetzen__Antisemiti-21526</link>
                        <author>Miriam Matz, Sebastian Striegel (beide KV Saalekreis); Philipp Zeller (SV Halle); 	Fassung hier inklusiv modifiziert übernommenem Änderungsantrag von 	André Schlecht-Pesé, Cornelia Lüddemann, Ines Oehme, Marcus Geiger (alle KV Dessau-Roßlau (beschlossen am: 16.06.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Juedisches_Erbe_bewahren__Juedische_Gemeinden_unterstuetzen__Antisemiti-21526</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Jüdisches Erbe in Sachsen-Anhalt bewahren</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die jüdische Kultur hat in Deutschland und auch in Sachsen-Anhalt eine lange Tradition. Im Jahr 2021 werden wir 1.700 Jahre Judentum im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland feiern. Diese 1.700 Jahre gemeinsamer Geschichte verliefen jedoch nicht bruchlos.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jüd*innen waren im Verlauf der Jahrhunderte häufig der Verfolgung ausgesetzt. Antijudaistische Propaganda bis hin zu Pogromen haben das jüdische Leben immer wieder in Frage gestellt. Das galt auch für große Vordenker*innen unserer Region wie Martin Luther, dessen aggressiver Antijudaismus von seinem reformatorischen Werk nicht getrennt werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch die Shoa sind europäische Jüd*innen und mit ihnen das jüdische Leben in Deutschland vernichtet worden. Es ist daher in besonderem Maße erfreulich, dass sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder Jüd*innen Sachsen-Anhalt ihr Zuhause nennen. Bei uns als Nachfahren der Täter*innen, der Wegschauenden und den Holocaust mit verschuldenden Bevölkerung herrscht ein Bewusstsein darüber, dass jüdisches Gemeindeleben in Sachsen-Anhalt keine Selbstverständlichkeit ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist erfreulich, dass die jüdische Kultur und Religion nach den Schrecken der antijudaistischen Hetze der Vergangenheit in Sachsen-Anhalt heute wieder vertreten ist und offen gelebt wird. Zugang zu jüdischer Kunst, Kultur und Tradition bieten bspw. die „Tage der jüdischen Kultur und Geschichte“ in Magdeburg oder die „Jüdischen Kulturtage“ in Halle. Verschiedene Veranstaltungsformate bringen dabei Besonderheiten des jüdischen Kulturguts näher und ermöglichen den Dialog. Das Interesse und die Partizipation der Bevölkerung an diesen Veranstaltungen sind groß und unbedingt unterstützenswert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist zudem hervorzuheben, dass die Stadt Halle in vergangenen Jahrhunderten stark von der jüdischen Kultur beeinflusst wurde. Davon zeugt bspw. die Nähe der jiddischen Sprache zum halleschen Dialekt. Zudem ist die u.A. in Halle wurzelnde Band „Simkhat Hanefesh“, die alte jiddische Lieder wieder zum Leben erweckt, sehr erfolgreich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch das kulturhistorische Museum Synagoge Gröbzig ist weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus bekannt und deutschland- und europaweit einmalig. In der Synagoge, dem Gemeindehaus, der Schule und dem Friedhof wird sich mit dem jüdischen Erbe befasst. Dabei bietet dieser Ort die einzigartige Möglichkeit des atmosphärischen Eintauchens in die jüdische Kulturgeschichte des Landes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Ziel die kulturelle Vielfalt, insbesondere auch das jüdische Kulturgut, in Sachsen-Anhalt zu schützen und in seiner Entwicklung zu unterstützen ist ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen. Dieses gründet insbesondere auch auf unserer historischen Verantwortung nach den Schrecken der Shoa. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern die Landesregierung aus diesem Grund dazu auf, Initiativen zu fördern, die die jüdische Kultur in Bereichen wie Religion, Sprache, Theater, Musik und Geschichte bewahren und die Weltoffenheit unserer Gesellschaft sicherstellen und erweitern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Erinnerungskultur fortentwickeln</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Schulunterricht spielt das Judentum eine geringe Rolle. Zwar werden Grundkenntnisse der Religion im Religions- und Ethikunterricht vermittelt und im Geschichtsunterricht wird das Judentum erwähnt, jedoch konzentriert sich die schulische Wissensvermittlung fast ausschließlich auf die Shoa. Das jüdische Leben vor und nach dem Kulturbruch der Shoa bleibt weitestgehend unerwähnt, obwohl es ein Teil unserer Geschichte ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erinnerungskultur wird heute durch Gedenkstätten und Zeitzeug*innengespräche geprägt, welche wertvolle Arbeit leisten. Doch mit der Zeit werden Zeitzeug*innen immer weniger, weshalb sich die Art der Erinnerungskultur verändern muss. Es müssen Konzepte entwickelt werden, wie wir nachkommenden Generationen die dunkelste Zeit deutscher Geschichte vermitteln, wenn keiner mehr da ist, der diesen Schrecken selbst miterlebt hat. Ein möglicher Weg, den Schrecken zu erfassen, ist es, durch die Vermittlung der jüdischen Kultur zu erleben, welcher bedeutender Teil der Kultur vernichtet wurde. Durch die Kultur wird der emotionale Zugang zu dem Thema möglich, den es braucht, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern die Landesregierung dazu auf, gemeinsam mit wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen der jüdischen Community ein Konzept zur schulischen und außerschulischen Vermittlung jüdischer Kultur zu entwerfen. Wir sehen dabei die Dialog- und Begegnungsarbeit im jüdisch-muslimischen Kontext, die Kooperationen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Bildungsträgern und den Ausbau an Angeboten von Fort- und Weiterbildungen insbesondere für Lehrer*innen, Polizist*innen, Jugendarbeiter*innen, Verwaltungsmitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen an Hochschulen und in den Medien im Bereich Antisemitismus als zentrale Punkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Antisemitismus erfassen und bekämpfen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Er besteht in allen gesellschaftlichen Bereichen, wie uns die Übergriffe auf Jüd*innen in den vergangenen Monaten und Jahren verdeutlichen. Der Anstieg antisemitischer Gewalt in Deutschland bereitet uns große Sorge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt stellen sich entschieden gegen antisemitisches Denken und Handeln. Wir zeigen uns solidarisch mit Opfern antisemitischer Gewalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Antisemitismusprävention voranzutreiben, setzen wir uns für die Mitbestimmung von Jüd*innen bei der Definition und Erfassung von Antisemitismus ein. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, Jüd*innen, Wissenschaftler*innen der Judaistik und jüdische Institutionen in politische Verhandlungen und zivilgesellschaftliche Gremien, die sich für Demokratieförderung einsetzen und Rassismus und Antisemitismus bekämpfen, mit einzubeziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur besseren Dokumentation der Situation antisemitischer Straf- und Gewalttaten in Sachsen-Anhalt fordern wir die Landesregierung dazu auf, den Verfassungsschutzbericht um ein Kapitel zum Antisemitismus und seinen Erscheinungsformen in allen Phänomenbereichen zu erweitern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Jiddische Sprache als Minderheitensprache anerkennen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schlüssel zur jüdischen Kultur und Geschichte in Deutschland ist die jiddische Sprache; eine Sprache, die eng mit dem Deutschen verwandt ist. Sie ist zudem der Schlüssel zur jüdischen Kultur in unseren osteuropäischen Nachbarländern. So bietet sich hier die Möglichkeit zu einem engeren Zusammenwachsen der Mitgliedsstaaten der EU durch das gemeinsame jüdische Erbe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bedeutendes Kulturerbe in ganz Europa ist in jiddischer Sprache verfasst, so zum Beispiel die erste Autobiografie einer Frau in Deutschland und eine Vielzahl historischer Akten. Kultur und Sprache sind in der jüdischen Kultur stark miteinander verbunden. Jiddischsprachiges Kulturgut und auch die Sprache selbst sind wichtiger Bestandteil unserer Kulturgeschichte. Wir haben die historische Verantwortung diese zu bewahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen, welche 1999 in Deutschland in Kraft trat, nennt auch das Jiddische als europäische Minderheitensprache. Anerkannt ist Jiddisch in folgenden EU-Staaten: Bosnien und Herzegowina, Niederlande, Polen, Rumänien und Schweden. Auffällig sind dabei die Situationen der Niederlande und Schwedens. Diese Staaten haben Jiddisch als Minderheitensprache anerkannt, nicht weil sie über die dafür notwendige jiddischsprachige Bevölkerung verfügen würden, sondern weil sie in diesem besonderen Fall sich ihrer historischen Verantwortung stellen. Im Gedenken an die Millionen Menschen, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind, als Zeichen gegen Antisemitismus und für Vielfalt und um Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen sollte die Bundesrepublik für diesen gesonderten Fall Jiddisch als geschützte Minderheitensprache anerkennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt unterstützen Bestrebungen, Jiddisch als Zeichen des Respekts auch in Deutschland als anerkannte Minderheitensprache anzuerkennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Jüdische Gemeinden unterstützen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Verantwortung vor der deutschen Geschichte, die durch die Verfolgung und Vernichtung von Menschen jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft mitgeprägt ist; in Kenntnis der Maßnahmen offener oder verdeckter Gewalt in der Zeit kommunistischer Gewaltherrschaft; in dem Bewusstsein des großen Verlustes, den das Land Sachsen-Anhalt durch die Vernichtung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur erlitten hat sowie in dem Wunsch, der Jüdischen Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt den Wiederaufbau eines Gemeindelebens zu erleichtern; haben die Jüdische Gemeinschaft und das Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt einen Staatsvertrag geschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innerhalb des Staatsvertrags garantiert das Land Sachsen-Anhalt die uneingeschränkte Freiheit des jüdischen Glaubens und gewährt der Religionsausübung den gesetzlichen Schutz. Die Jüdischen Kultusgemeinden im Land und der Landesverband ordnen und verwalten entsprechend der jüdischen Traditionen und Gesetze innerhalb der für alle Bürger*innen des Landes geltenden gesetzlichen Rahmens, ihre Angelegenheiten selbstständig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt sehen den bestehenden Staatsvertrag als wichtige Grundlage für ein gutes Zusammenleben und die positive Entwicklung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Sachsen-Anhalt. Für besonders wichtig erachten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt dabei, dass auch innerhalb der Jüdischen Gemeinschaft die Vielfalt der bestehenden religiösen Ausrichtungen gegenseitig anerkannt und respektiert werden. Insbesondere trifft dies auf die Beziehung zwischen den orthodoxen und reformjüdischen Strömungen in den bestehenden Glaubensgemeinschaften zu. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt sehen hier insbesondere den Landesverband in der Verantwortung, auf eine respektvolle Praxis inner- halb der Gesamtjüdischen Gemeinde hinzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während der Novemberpogrome des Jahres 1938 wurde in der ehemaligen Großen Schulstraße in Magdeburg die Synagoge der damaligen jüdischen Gemeinde zerstört. Seit vielen Jahren bemühen sich die Rechtsnachfolger, die Synagogengemeinde Magdeburg K.d.ö.R sowie der Förderverein „Neue Synagoge Magdeburg“ e.V. um einen Synagogenneubau, der für die bestehende Gemeinde eine Ausübung der religiösen Rituale und Traditionen erlaubt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt bekennen sich dazu, dieses Vorhaben zu unterstützen und durch den Neubau einer Synagoge in der Landeshauptstadt Magdeburg dafür Sorge zu tragen, sowohl orthodoxen als auch reformjüdischen Jüd*innen einen geschützten Ort für ihre individuellen religiösen Praxen zu geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Dessau soll jüdisches Leben wieder erstehen können und einen würdigen Ort erhalten. Die Jüdische Gemeinde zu Dessau K.d.ö.R. hat im Jahr 2015 von der Kurt-Weill- Gesellschaft e.V. einen Synagogen-Entwurf gestiftet bekommen, dessen verkleinerte Überarbeitung zur Realisierung vorgesehen ist. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt begrüßen die Aktivitäten zur Wiedereinrichtung einer Synagoge in Dessau-Roßlau und werden diese positiv begleiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Museumssynagoge Gröbzig sehen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt als einen wichtigen und authentischen Ort jüdischen Lebens in Sachen-Anhalt, der Zugang und Einsicht in die jüdischen Traditionen, kulturellen Praxen und den jüdischen Glauben gibt. Die Bespielung des einzigartigen Ortes mit unterschiedlichen Formaten und Ausstellungsgegenständen, die Menschen unterschiedlichen Alters, Nationalität und Bildungsstands vielfältige Einblicke in das Leben und eine Auseinandersetzung mit der Geschichte von Jüd*innen in Sachsen-Anhalt ermöglichen, erachten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt für essentiell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Fortführung und Weiterentwicklung der Museumssynagoge in Gröbzig, auch unter der Prämisse eines regen Austauschs zwischen allen Jüdischen Vertretungen im Land, sehen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt in diesem Zusammenhang als wichtig. Ebenso erachten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt eine professionelle fachliche Leitung der Museumssynagoge Gröbzig, welche über die Vernetzung Jüdischer Vertretungen innerhalb des Landes hinaus auch bundesweites und internationales Interesse und Engagement zeigt, für eine positive Entwicklung des kulturhistorischen Museums als wesentlich.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:12:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-6: Einsetzung einer Satzungs- und einer Strukturkommission</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6647</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 16.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6647</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat beschließt die Einsetzung einer Satzungskommission. Besetzt wird diese Kommission paritätisch mit zwei Mitgliedern aus dem Landesvorstand, drei Mitgliedern aus den Kreisvorständen und drei Basismitgliedern. Beratend wird der Kommission ein Mitglied des Landesschiedsgerichts zur Seite stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommission evaluiert die Satzung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und erarbeitet Verbesserungs- und Änderungsvorschläge, die nach Abschluss der Beratungen vorgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat beschließt die Einsetzung einer Strukturkommission. Diese Kommission wird paritätisch mit zwei Mitgliedern aus dem Landesvorstand, drei Mitgliedern aus den Kreisvorständen und drei Basismitgliedern besetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommissionen evaluiert die formellen und informellen Strukturen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt und erarbeitet Verbesserungs- und Änderungsvorschläge, nach Abschluss der Beratungen vorgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommissionen sollen im regelmäßigen Austausch miteinander stehen und sich gegenseitig mit Vorschlägen beraten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Besetzung der Kommissionen wird beim LDR am 22. Februar 2019 gewählt, bis dahin sind Bewerbungen möglich. Eine Bewerbung ist pro Person nur für jeweils eines der Gremien möglich. Es sollen dabei möglichst alle Kreisverbände vertreten sein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Satzung des Landesverbandes stellt, ebenso wie die formellen Strukturen, die politische Arbeitsfähigkeit von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sicher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ergibt sich mitunter neuer oder bisher nicht beachteter Regelungsbedarf in unserer Parteisatzung (zum Beispiel im Verhältnis Frauenstatut &lt;–&gt; LSBTTI*). Dazu kommen Regelungen, die kaum mehr angewendet werden oder überholt sind. Das Einsetzen einer Kommission für die Evaluation der Satzung beteiligt die gesamte Partei auf allen Ebenen an diesem Prozess.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Veränderte Rahmenbedingungen und sich ändernde Herausforderungen führen ebenso dazu, dass wir die Strukturen unserer Partei auf den Prüfstand stellen möchten. Überlegungen zu Zusammenschlüssen von Kreisverbänden einerseits und die Arbeit in Regionalgruppen (ohne satzungsgemäße Entsprechung) andererseits zeigen beispielhaft auf, dass das Überdenken von Strukturen zu sinnvollen konkreten Lösungen führen kann. Wir sind inzwischen der einzige Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der ohne Parteirat arbeitet, dabei erscheint dieses strategische Kommunikationsgremium gerade in Zeiten von Regierungsbeteiligung äußerst sinnvoll. Diese Fragen und andere soll die Strukturkommission erarbeiten und beantworten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:11:17 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A-7: Den DDR-Dopingopfern weiterhin zur Seite stehen</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Den_DDR-Dopingopfern_weiterhin_zur_Seite_stehen-48141</link>
                        <author>Stadtverband Halle (Saale (beschlossen am: 18.09.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Den_DDR-Dopingopfern_weiterhin_zur_Seite_stehen-48141</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat des Landesverbandes Sachsen-Anhalt möge folgenden Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz vom 09. Bis 11. November in Leipzig als Mit-Antragsteller unterstützen:</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h2>Den DDR-Dopingopfern weiterhin zur Seite stehen –<br>
Das Hilfegesetz des Bundes entfristen und an einer dauerhaften Rentenlösung arbeiten!</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Antragstext: </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt sich weiterhin solidarisch mit den Opfern des DDR-Staatsdopings. Wir fordern daher kurzfristig die Entfristung des Zweiten Dopingopfer-Hilfegesetzes und langfristig den Zugang zu einer Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz für alle nachgewiesenen Dopingopfer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Begründung: </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Staatsdopings der ehemaligen DDR ist seit den ersten Gerichtsprozessen Anfang der 2000er in vollem Gange und das immense Ausmaß wird mit jeder Veröffentlichung und jeder Studie bekannter. Fakt ist bereits jetzt, in der DDR wurde jahrelang flächendeckend Doping in allen olympischen Sportarten eingesetzt und verabreicht, um die Aussicht auf Höchstleistungen auf dem internationalen Parkett zu produzieren und im Wettstreit mit „Dem Westen“ einen illegalen Vorsprung zu erreichen. Die Dopingverabreichung erfolgte dabei auch in hohem Maße an minderjährige Sportlerinnen und Sportler in den Kadersportschulen. Mit dem Staatsplan 14.25 wurde daneben ein umfangreiches und kriminelles Dopingforschungssystem mit Medizinern und Wissenschaftlern etabliert und das Portfolio möglicher Dopingmaßnahmen erweitert. Sportlerinnern und Sportler wurden weder über den Einsatz der Dopingmittel, noch über deren Nebenwirkungen aufgeklärt, das vorhandene Wissen über die Unsicherheit und letztendliche Gefahr für Körper und Psyche wurde nicht weitergegeben. Die Folgen sind dramatisch. Schwere körperliche Schäden an Gelenken und Knochen, eine massive Häufung von Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit und zahlreiche weitere Spätfolgen haben viele ehemalige Spitzensportler*innen zu Schwerbehinderte und Frührentner*innen gemacht und danebenviele psychische Erkrankungen bedingt. Schätzungen rechnen mit ca. 15000 betroffenen Personen, viele davon leiden unter extremen Folgen. Nicht selten sind körperliche und psychische Folgen auch auf die Kinder von Sportler*innen beobachtet worden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem ersten Dopingopfer-Hilfegesetz hat die damalige rot-grüne Bundesregierung 2002 den ersten Schritt zu einer Entschädigung der Opfer gemacht, die zweite Auflage des Gesetzes erfolgte dann 2016. Leider läuft trotz anhaltender Antragsflut die Frist für die Beantragung einer einmaligen Entschädigung am 31.12.2018 aus und die Bundesregierung macht keine Anstalten dies zu ändern, bzw. die Frist auszuweiten. Für die erstmalige finanzielle Unterstützung von Opfern, die zum Teil heute noch nichts von einem Zusammenhang möglicher Erkrankungen und ihrer sportlichen Vergangenheit wissen, ist dies eine Tragödie. Wir fordern daher eine Entfristung der Antragsstellung und eine angemessene Aufstockung des Fonds. Langfristig ist aber zur Absicherung der schwerwiegendsten Opfer, insbesondere da viele nicht mehr arbeiten können und daher in der Mindestsicherung ankommen werden, eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:10:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E-1: Vergabe von 2 Voten zur Wahl der grünen Europaliste</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Vergabe_von_2_Voten_zur_Wahl_der_gruenen_Europaliste-7970</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 16.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Vergabe_von_2_Voten_zur_Wahl_der_gruenen_Europaliste-7970</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der LDR vom 03.11.2018 beschließt, für die bündnisgrüne Liste zur Wahl des Europäischen Parlaments 2019 zwei Voten zu vergeben:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Vergabe eines Votums an Ska Keller.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Vergabe eines Votums an Anna Cavazzini.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Landesvorstand schlägt dem LDR die Vergabe zweier Voten vor, um eine stärkere GRÜNE Präsens durch beispielsweise Teilnahme an Veranstaltungen im Europawahlkampf zu ermöglichen. Dafür hat der Landesvorstand sich für Ska Keller und Anna Cavazzini entschieden, da wir zwei Frauen aus dem Osten Deutschlands unterstützen wollen. Unter den aktuell 11 deutschen Abgeordneten der GRÜNEN Europafraktion ist Ska die einzige Abgeordnete aus dem Osten Deutschlands. Darin sehen wir ein Repräsentationsproblem. Zudem erkennen wir, dass Frauen im Europäischen Parlament noch immer unterrepräsentiert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ska Keller ist seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments und vertritt dort die Regionen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Durch ihr Regionalbüro in Halle besteht für uns ein enger Kontakt zu Ska, die seit Dezember 2016 Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz ist und sich beim EGP Council zudem darum bewirbt, europäische Spitzenkandidatin der Grünen zu werden. Ska hat sich aus Sicht des Landesvorstands besonders in den Fragen der Flucht und Migration bewährt und erhält daher unsere Unterstützung. Sie erhält zudem die Unterstützung des Landesverbands Brandenburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anna Cavazzini ist seit 2011 Sprecherin der BAG Europa. Aktuell tätig bei Brot für die Welt und Campact hat Anna bereits bei den Vereinten Nationen, als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ska Keller und Referentin im Auswärtigen Amt gearbeitet. Aufgrund dieser Tätigkeiten hält der Landesvorstand Anna als gut geeignet, um BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europäischen Parlament zu vertreten. Im Bereich der Handelspolitik kann Anna durch ihre langjährigen Erfahrungen neue Akzente setzen. Sie erhält zudem die Unterstützung des Landesverbands Sachsen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit der Unterstützung gemeinsamer Kandidatinnen mit den Landesverbänden Brandenburg und Sachsen möchte der Landesvorstand zudem Geschlossenheit und Zusammenarbeit demonstrieren. Als Verbände in den neuen Bundesländern stehen wir uns durch gemeinsame Erfahrungen, besonders im Bereich des Bekämpfens des Rechtsextremismus, sehr nahe. Als Tor zu den osteuropäischen Mitgliedern der EU sehen wir uns in besonderer Verantwortung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 15:00:22 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H-1: Haushalt 2019</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Haushalt_2019-54059</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 25.09.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Haushalt_2019-54059</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesdelegiertenrat möge dem als Tabelle beigefügten Haushaltsplanentwurf des Landesverbandes für 2019 zustimmen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Folgende Veränderungen, die über die normalen Fortschreibungen oder erfahrungsbasierenden Anpassungen von Ansätzen hinausgehen, schlägt der Landesvorstand für den Jahreshaushalt 2019 vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Einnahmen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 1: Erhöhung der Beitragsabführungen von Kreisverbänden von 1,30 EUR pro Mitglied und Monat auf 2 EUR. Siehe dazu gesonderter Antrag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 1d (Einnahmen) und 12a (Ausgaben): „Gemeinsame*r Referent*in Kreisverbände“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Landesverband hat im 2. Halbjahr 2018 testweise mit einigen Kreisverbänden eine neue Stelle zur Unterstützung der Kreisverbände geschaffen, die formell über den Landesverband angestellt ist, aber von den Kreisverbänden mitfinanziert wird. Diese Finanzierung läuft zum Jahresende 2018 aus. Es ist jedoch unser Vorschlag, diese Stelle mindestens bis zur Kommunalwahl 2019 fortzuführen. Hierfür sind im Haushalt unter Zeile 1d die notwendigen Aufwendungen der Kreisverbände vorgesehen. Hierzu ein Hinweis auf Zeile 12a als durchlaufender Posten. Grundsätzlich wird über die Fortführung getrennt abgestimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 3</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vorgeschlagen ist hier vorerst nur eine normale Fortschreibung der bisherigen Beitragszahlungen verzeichnet. Eine Terminierung von Gesprächen mit den entsprechenden Mandatsträger*innen wurde aber bereits vorgenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 10a, Zeile 19a</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Umsetzung einer neuen Vorgabe des Bundesverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Ausgaben</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 22: Ausstattung Technik</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die ursprünglich geplante Finanzierung neuer Technik für Video- und Tonschnitt wurde hinsichtlich der Vermeidung hoher Zinszahlungen in eine einmalige Ausgabe in 2018 umgewandelt. Entsprechend erfolgt eine deutliche Reduzierung der Ansätze für 2019 und der Mittelfristigen Finanzplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 22b: Social Media Werbung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Einplanung von Werbemitteln für Facebook, Twitter, Instagram und/oder Google. Bisher wurde diese immer anlassbezogen aus dem Aktionsfonds LaVo verbucht. Für eine bessere Transparenz nun gesondert ausgewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 37: Aktionshaushalt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der entscheidende Posten für unsere politische Arbeit. Erhöhung des Ansatzes aufgrund zuletzt deutlich aktiverer Landesfachgruppen und des neuen LaVos.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zeile 37a: Tschiche-Preis</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In 2019 steht wieder die Verleihung unseres Demokratiepreises an, entsprechend Einplanung des Preisgeldes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><span class="underline">Rücklagenbildung und Ausgaben für Wahlkämpfe Europa- und Kommunalwahlen</span>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus der regulären Haushaltsführung erwarten wir für 2019 zunächst einen Überschuss in der Größenordnung von 42.500 EUR. Davon abzuziehen sind aber nach unserer Planung noch die Ausgaben in Höhe von 5.000 EUR für die Kommunalwahlen und 15.000 EUR für die Europawahlen im Mai 2019. Weiterhin schlägt der Landesvorstand vor, in die landespolitisch relevante Oberbürgermeisterwahl in Halle im Herbst 2019 zusätzliche 5.000 EUR zu investieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 14:59:27 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H-2: Erhöhung der Mitgliederumlage an den Landesverband</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Erhoehung_der_Mitgliederumlage_an_den_Landesverband-55969</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 16.10.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/Erhoehung_der_Mitgliederumlage_an_den_Landesverband-55969</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beitragsabführungen der Kreisverbände an den Landesverband werden ab dem 01.01.2019 von 1,30 EUR pro Mitglied und Monat auf 2,00 EUR angehoben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gemeinsam Grün Gewinnen! Mit dem Haushaltsplan 2019 stellen wir die Weichen für unsere Aufstellung zur nächsten Landtagswahl. Wir sind in unserer zweiten Wahlperiode im Landtag und nun auch als Regierungspartei in der schönen, aber auch anspruchsvollen Situation, grüne Politik in unserem Bundesland umsetzen und erklären zu dürfen. Daran arbeiten die Mitglieder der Fraktion und unsere Ministerin Claudia unermüdlich. Auch wir als Landesverband und viele Kreisverbände sind aktiver als jemals zuvor. Wir sind so stark und so präsent wie nie zuvor. Aber beim nächsten Landtagswahlkampf werden wir da noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegen müssen, um diese inhaltliche und personelle Stärke auch wieder ein starkes Wahlergebnis zu verwandeln. Wenn uns dies gelingt, dann profitieren wir davon alle, denn nur so können wir die Umwelt zu schützen, Benachteiligten zu helfen, gleiche Rechte für alle durchsetzen und den rechten Menschenfeind*innen in diesem Land die Stirn bieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Anforderungen an politische Akteur*innen, und an politische Kommunikation und Überzeugungsarbeit sind aber massiv gestiegen. Im Smartphone- und Social-Media-Zeitalter, in der Politik hoch beschleunigt, technisch aufwendig mit Videos kommuniziert werden muss, können wir uns die nötige teure Technik und Personalkapazität nur in der LGS leisten. Diese Investitionen haben wir in Verantwortung für unsere Partei getätigt, um nicht nur den Landesverband, sondern auch die Kreisverbände noch besser unterstützten zu können. Fotos, Flyer und Plakate, die die Kreisverbände früher selbst organisieren mussten, können nun mit einer Mail an die LGS zur Erledigung bestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinzu kommt die aktivere Rolle des Landesverbandes in der Planung von Aktivitäten und Kampagnen im Alltag. Bei der Blumensamen-Verteilungs-Aktion zur Thematisierung des Bienensterbens im Mai 2018 beispielsweise gab es ein Veranstaltungskonzept ‚schlüsselfertig‘ inkl. finanziertem Material vom LV für die Kreisverbände. Diese konnten so schnell für alle gewinnbringende Veranstaltungen draus machen. In solchen Fällen profitieren die KVe ziemlich direkt von der konzeptionellen, organisatorischen und finanziellen Kraft des Landesverbandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aber diese neue Rolle, das Mehr an Anfragen, an Veranstaltungen, die nötigen größeren Räumlichkeiten und vieles mehr zehrt an unseren Reserven. Daher bitten wir euch um die vorbereitende Entscheidung, den Landesverband auch finanziell in die Lage zu versetzen, diese neue Verantwortung für die gesamte grüne Familie im Land wahrnehmen zu können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 11:50:58 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K-1: Zukunft wird GRÜN geschrieben</title>
                        <link>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6631</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 25.09.2018)</author>
                        <guid>https://ldr11lsa2018.antragsgruen.de/ldr11lsa2018/motion/6631</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft wird GRÜN geschrieben</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunalpolitik ist die Wurzel bündnisgrüner Politik in Sachsen-Anhalt. Aus Initiativen vor Ort heraus, die sich um Umweltschutz und Demokratisierung im Großen und ganz konkreten kümmerten gründeten sich in unserem Land BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Diese Basis ist uns nicht nur Vermächtnis, sie ist uns eine wichtige Aufgabe und eine Stärke unserer Partei. Noch heute sind Bürgerinitiativen und Vereine vor Ort unsere stärksten Partner, wenn es um die Gestaltung von Zukunft für Sachsen-Anhalt geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn wer unsere Gesellschaft ökologischer, gerechter und demokratischer machen will, muss vor Ort beginnen. Hier können wir Menschen für unsere Ideen gewinnen, ihnen zeigen, dass mit grünen Ideen reale Politik gemacht werden kann, die die Kommune besser macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stärken die Kommunen, damit sie eine attraktive und lebenswerte Heimat sind. Lokale Institutionen wollen wir von der Freiwilligen Feuerwehr über örtliche Besonderheiten bis zum Ehrenamt unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Gemeinden und Kommunen begegnen sich Mandatsträger*innen und Bürger*innen so konkret und direkt, wie nirgends sonst. Darin liegen Chancen für die Gesellschaft, das kann helfen Politikmüdigkeit zu überwinden, wenn es gelingt, die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen direkt in die kommunalen Gremien zu transportieren. Wir wollen Instrumente und Verfahren dafür stärken und die Bürger*innen so weit wie möglich beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommunalwahl 2019 stellt uns gerade in Zeiten einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung einerseits und einer Politik(er*innen)verdrossenheit andererseits vor enorme Herausforderungen. Aber sie bietet auch die Möglichkeit gemeinsam mit allen demokratischen Kräften die Diskussion wieder zurückzuholen in den realen Raum. Wenn reale Probleme vor Ort diskutiert und angepackt werden, wenn es wieder um das Leben und Erleben der Menschen geht statt um virtuell geschürte Ängste geht, dann kann es gelingen, dass Politik wieder nah bei den Menschen wahrgenommen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür ist es wichtig, dass sich alle Bevölkerungsgruppen in den kommunalen Gremien gut vertreten fühlen. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN gehen voran. Wir bewegen Frauen, zu den Ratswahlen zu kandidieren. Gerade für sie braucht es jedoch veränderte Rahmenbedingungen, hier fordern wir Änderungen in den kommunalen Satzungen. Echte Demokratie schließt niemanden aus und bemüht sich aktiv um aktive Beteiligung der gesamten Gesellschaft. Aber auch für kommunale Mandatsträger*innen müssen angemessene Arbeitsbedingungen geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sorgen mit unseren paritätisch aufgestellten Wahllisten dafür, dass es ein gutes Angebot an Kandidat*innen aus allen Bereichen der Gesellschaft gibt und wir gestalten gemeinsam unseren Wahlkampf so, dass dieses Angebot auch angenommen wird. Dabei wollen wir transparent zeigen, wer die Menschen sind, die für uns zur Wahl stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns in Sachsen-Anhalt auch in den Kommunen einer Verrohung der politischen Kultur entgegen. Wir arbeiten ein lösungsorientiertes und kommunikatives Klima in den Räten, weil das den Menschen nutzt. Wir machen Angebote, die das Leben verbessern. GRÜN stärkt Sachsen-Anhalt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern Sie dazu auf, mitzumachen und sich einzumischen, denn nur gemeinsam können wir unsere Kommunen zukunftsfest gestalten. Informieren Sie sich, diskutieren Sie mit, stellen Sie sich auf und vor allem: gehen Sie am 26. Mai 2019 wählen und entscheiden Sie sich dabei für eine demokratische Partei!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit grünen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sachsen-Anhalt ist ein großes Land mit sehr verschiedenen Naturräumen. Stadtgrün und Landschaft – die Kommunen haben mit sehr verschiedenen ökologischen Herausforderungen zu tun. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, dass jeder Umgang mit Landschaft und Naturraum vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt ist. Wir tragen Verantwortung für das Land und die Natur, die wir unseren Nachkommen hinterlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel stellt uns vor eine der größten Herausforderungen der Zukunft, auf die wir auch in unseren Kommunen reagieren müssen. Die Reduzierung von CO2-Emmissionen durch Energieeffizienz, die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen und ressourcenschonendes Wirtschaften kommen langfristig auch den kommunalen Haushalten zugute. Zugleich müssen auch Anpassungsstrategien für den Umgang mit bereits jetzt absehbaren Folgen der Klimaerwärmung verfolgt werden. Hochwasserschutz und der Umgang mit Wassermangel und mit dem Klima in den Gemeinden sind dabei besondere Herausforderungen. Um diesen zu begegnen kann es für Kommunen sinnvoll sein, eine*n Klimamanager*in einzustellen, der*die mit Sachverstand den Klimaschutz koordiniert und vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wehren uns gegen Flächenfraß und Flächenversiegelungen. Ländliche Kommunen müssen auf die Einhaltung der Breite von Wegrandstreifen bestehen. Der Einsatz von Pestiziden auf Friedhöfen, in Parks, an Wegrändern und auf anderen kommunalen Flächen ist auf das unbedingt notwendige zu beschränken. Den Einsatz von Glyphosat lehnen wir ab. Dem Insektensterben muss auch im urbanen Raum etwas entgegengesetzt werden. Kommunen sollen überall extensiv gepflegte Blühflächen vorhalten. Wir möchten überall wo möglich Streuobstwiesen und Schulgartenprogramme fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Landgrabbing (spekulativer Kauf von Agrarflächen) möglichst verhindern. In diesem Bereich sind besonders Bund, Land und Wirtschaft gefragt. Doch auch Kommunen können in diesem Bereich Standards setzen, unter denen sie Flächen verkaufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Städte und Gemeinden wollen wir mittels ganzheitlicher Stadtentwicklung nachhaltig gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nachhaltiges Wirtschaften im Naturraum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>klimasensible Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Klimaanpassungsstrategien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Blühstreifen und -flächen, Pestizidverzicht, Streuobstwiesen und Schulgärten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kein Verkauf von kommunalen Flächen zu spekulativen Zwecken</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit nachhaltigem kommunalem Verkehrskonzept</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel ist in vollem Gange ‒ mit massiven Folgen: Klimazonen verschieben sich, Dürre und Versteppung breiten sich aus und heftige Unwetter nehmen zu. Regionen auf der ganzen Welt sind davon bedroht. Verantwortlich für diesen gefährlichen Prozess ist vor allem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das bei der Verbrennung von Kohle und Erdöl entsteht. Der Verkehr ist heute einer der größten Produzenten von CO2. Daher gehört zur Energiewende auch eine Verkehrswende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten für eine Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts ein. Dies erreichen wir, indem wir Voraussetzungen schaffen, damit Verkehr vermieden, auf den Umweltverbund aus Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV verlagert, und technisch verbessert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Städte lebenswerter machen, in dem wir sie so gestalten, dass möglichst viele Bürger*innen auch ohne Auto mobil sein können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Radwegenetz ausbauen und durch überregionale Verbindungen Ober- und Mittelzentren an die Umgebung anschließen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Straßenraum fußgänger*innenfreundlich gestalten durch Einführung von Zonen, in denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind (Gemeinschaftsstraßen, shared space).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbahnstraßen für Radfahrer*innen freigeben und Fahrspuren umwidmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Bau von Fahrradstationen fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen, in Wohn- und Einkaufs-quartieren schaffen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stellplatzsatzung novellieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Öffentlicher Personennahverkehr und Motorisierter Individualverkehr:</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Attraktivität des ÖPNV steigern. Dieser soll gut ausgebaut, dicht getaktet, zuverlässig, sicher und sauber sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>dessen Finanzierung sicherstellen und dafür sorgen, dass er für alle bezahlbar bleibt. Neue Finanzierungsmodelle wie Beitrags- oder Umlagefinanzierung wollen wir zusammen mit den Bürgern diskutieren und abstimmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung von digital verfügbaren sog. Handytickets.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein flächendeckendes Netz von Stromladestationen für Elektroautos und Pedelecs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit guter kommunaler Infrastruktur</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lebensqualität hängt auch vom Zustand der kommunalen Infrastruktur ab. Die begrenzten Mittel sollen dafür transparent, konzentriert und nachhaltig eingesetzt werden. Die kommunale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Grundlage für die individuelle Mobilität. Der Erhalt von Straßen, Wegen sowie der leitungsgebundenen Versorgung ist eine große Herausforderung für die Kommunen. Die Beteiligung von Bürger*innen an den Kosten von Ausbau und Erhalt ist einer der großen Streitpunkte in der Kommunalpolitik. Wir wollen, dass die Beteiligten vor Ort sowohl an den Entscheidungen als auch den Kosten beteiligt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns gilt das Credo Straßenerhalt vor Straßenausbau. Bei Neu- und Umbauten sind an den gestiegenen Anforderungen des Radverkehrs und der Barrierefreiheit Rechnung zu tragen. Dies gilt insbesondere für Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Zugang zu schnellem Internet wird für Bürger*innen wie auch Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte immer wichtiger. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betrachten en Breitbandausbau als Daseinsfürsorge. Wir fordern daher den flächendeckenden Anschluss mit 100 Mbit/s und orientieren uns dazu auf Glasfaser in Stadt und Land. Außerdem wollen wir Lücken im Mobilfunknetz schließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im öffentlichen Raum setzen wir uns für mehr Standorte mit offenem WLAN und Freifunk ein. Die Kommunen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Digitalisierung der Kommunen ist das Gegenteil vom Ziehen einer Wartenummer. Kommunale und behördliche Dienstleistungen sind allumfassend auch online anzubieten (z.B. App-Angebote, Online-Konsultationsverfahren, E-Petitionen). Das Land muss mit einem eGovernmentgesetz verlässliche Strukturen und Standards bereitstellen und damit alle Maßnahmen bündeln, die digitale Sicherheit gewährleistet und Behördengänge abseits von Öffnungszeiten und Verwaltugnsstandorten durchgehend ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt von Straßen statt dem Neubau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Verlagerung von Verkehr auf die Schienen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Lärmschutz an Zugtrassen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Breitbandausbau in der Fläche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>frei zugängliches Internet im öffentlichen Raum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eGovernment in Stadt und Land</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit mehr finanzieller Sicherheit für die Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die finanzielle Lage der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist sehr unterschiedlich. Eine solide und nachhaltige Haushaltspolitik liegt in der Eigenverantwortung der Kommunen. Selbstverständlich müssen die Kommunen im Land auskömmlich finanziert werden. Die durchgeführten Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes hat vielen Kommunen Verlässlichkeit und Planbarkeit verschafft. Trotzdem befinden sich immer noch zahlreiche Kommunen in finanziell prekären Situationen und sind „auskonsolidiert“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leider verlangen die Kommunalaufsichten immer noch Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen, dem Kernstück der kommunalen Selbstverwaltung, sowie die Erhöhung von Beiträgen und Abgaben bis zur Kostendeckung. Dabei ist anzumerken, dass es in den Kommunen wenige Bereiche gibt, die betriebswirtschaftlich korrekt gerechnet, einen 100%igen Kostendeckungsgrad haben. Diese Defizite werden traditionell und verständlich hingenommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am leichtesten für die Kommunen ist das Drehen an der Steuerschraube durch Erhöhung der Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer. Beide sind in Sachsen-Anhalt für uns nur in geringem Umfang erhöhbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es muss ein funktionierendes Altschuldenmanagement etabliert werden, damit angeschlagene Kommunen die Aussicht haben, wieder auf die Beine zu kommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wegweisend dafür kann das Modell der „Hessenkasse“ sein. Zur Lösung der Altschuldenproblematik der Kommunen sind Land und Bund gefragt. Wir unterstützen jede Form des Protestes von Landkreisen und Kommunen, sich hier Gehör zu verschaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausgabenseite wird bestimmt durch die Personalkosten und die laufenden Sachkosten. Die Ausgaben für die freiwilligen Leistungen liegen bei unter 6%, teilweise weit darunter. Es ist nicht zu akzeptieren, dass bei Bedarfszuweisungen und Liquiditätshilfen durch das Land teilweise Absenkungen auf 2 % gefordert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, zahlt – ist konsequent einzuhalten. Allerdings wirkt es nur in die Zukunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Unterschied zu den Kommunen haben Landkreise keine eigenen Steuereinnahmen. Die Haupteinnahmequellen sind Zuweisungen von Bund und Land sowie die Kreisumlage. Vielerorts wird zu Recht beklagt, dass die Berechnung der Kreisumlage nicht transparent ist. Wir unterstützen Kommunen, die hier Klarheit schaffen wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zu akzeptieren sind weitere Einschränkungen bei den freiwilligen Leistungen. Der Konsolidierungsdruck wird damit nur weitergereicht. Gerade die meist geringen Zuschüsse an Vereine und Initiativen, welche einen äußerst wichtigen Beitrag zum Ortsleben leisten, haben eine weit über die finanzielle Unterstützung hinausgehende Bedeutung. Darüber hinaus darf es nicht sein, dass die verfassungsrechtlich garantierte Hoheit der Kommunen über ihre Finanzen durch Auflagen ausgehöhlt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenhaushalt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Bürger*innenhaushalt soll die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Erstellung des kommunalen Haushalts zu beteiligen. Das Verfahren dazu ist öffentlichkeitswirksam und transparent durchzuführen. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, auch über konkrete Projekte abzustimmen bzw. die Reihenfolge der Umsetzung festzulegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Gender Budgeting</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und ein wichtiger Bereich darf nicht durch eine enge Haushaltführung weiter außen vor bleiben: das Gender Budgeting. Gender Budgeting ist die Anwendung des Gender Mainstreaming – der Strategie zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter – im Haushaltsprozess, wodurch Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel der Geschlechtergleichstellung umverteilt werden. Ohne Gender Budgeting ist eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik kaum möglich. Wir werden uns für die Etablierung des Gender Budgeting in den Haushalten einsetzen. Die enge Haushaltsführung darf die Einführung von Gender Budgeting nicht verhindern oder hinauszögern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kommunale Wirtschaft und Wirtschaftsförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hauptaugenmerk der kommunalen Wirtschaftspolitik lag bisher auf dem Konkurrenzkampf um überregionale Ansiedlungen. Die mit hohem Flächenverbrauch und Bodenversiegelung verbundenen Vorleistungen belasten noch heute viele kommunale Haushalte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schwerpunkt der kommunalen Wirtschaftspolitik muss deshalb zum einen auf die Unterstützung von Existenzgründungen und Start-Ups gelegt werden. Die Kommunen sollten ihre Möglichkeiten zur Unterstützung neuer Unternehmen voll ausschöpfen. Besonders mit den Hochschulen haben die Kommunen dazu einen potenten Partner.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum anderen gilt es mit einer aktiven Bestandssicherung den ansässigen Unternehmen ihre Entwicklungschancen zu erhalten und ihren Verbleib zu sichern. Dazu gehören die Unterstützung bei Erweiterung oder Umbaus sowie bei der Regelung der Unternehmensnachfolge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Herausforderung der Digitalisierung zur Modernisierung der Wirtschaft muss auch kommunal vorangetrieben werden. Breitbandversorgung gehört dazu genauso wie die Offenheit für neue Geschäftsmodelle und unkonventionelle Ideen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einzelhandel und Gastronomie sind wichtige Zielpunkte in der Innenstadt. Bei der Stadtentwicklung und der Gestaltung eines vitalen Ortskerns kommen den kommunalen Wohnungsunternehmen eine besondere Rolle zu. Sie müssen ihre Spielräume dafür nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auch neue Wertschöpfungsstrategien für die ländlichen Räume mit regionalen Vermarktungen, lokalen Marken und Dorfgemeinschaftsläden schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Stadt- und Kreissparkassen als starker Partner in der Region</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kommunalen Finanzinstitute sind ein wichtiger Partner für Menschen und regionale Wirtschaft. Durch ihre Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten haben sie eine besondere Nähe zu ihren Kund*innen. Trotz Kostendrucks und fortschreitender Digitalisierung haben die Sparkassen als kommunales Unternehmen eine besondere Verantwortung, ein kundennahes Filialnetz aufrecht zu erhalten. Für Existenzgründer*inenn müssen die Sparkassen ein starker Partner sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Tourismusförderung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Natur-, Kultur-, Rad- und Städtetourismus sind wichtige Wirtschaftsfaktoren für unsere Kommunen. Die landschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen sind in ganz Sachsen-Anhalt reichhaltig gegeben. Die Biosphärenreservate und Natura2000-Gebiete, die UNESCO-Welterbestätten, der Harz und sein Umland sowie Elbe, Saale und Unstrut sind beliebte Ferien- und Ausflugsziele. Die Kommunen müssen im Tourismus enger kooperieren, mit dem Ziel, durch attraktive Angebote die Gäste gemeinsam in der Region zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade im Radtourismus gilt es, noch Potenziale zu heben. Bei Wegweisung, Wegebeschaffung und E-Tankstellen gibt es in unserem Land erheblichen Nachholbedarf. Die Kommunen sind in der Pflicht, ihren Beitrag zu einer modernen Radinfrastruktur zu leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Divestment – verantwortlich investieren</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass sich Kommunen ihrer moralischen Verantwortung für den Klimawandel bewusst werden. Deshalb fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Kommunen dazu auf, ihre Investitionen aus fossilen Energien abzuziehen und in nachhaltige Geldanlagen zu investieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einhaltung des Konnektivitätsprinzips</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Durchsetzung von Gender Budgeting</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>grüne Wirtschaftsförderung mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie auf Existenzgründer*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine naturnahe Tourismusförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Anlegen öffentlicher Gelder in nachhaltigen Geldanlagen (Divestment)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in lebenswerten Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bürger*innenbeteiligung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Menschen ehrlich und ernsthaft an der Ausgestaltung unserer Demokratie teilhaben lassen. Deshalb treten wir für die aktive Beteiligung aller Einwohner*innen in politischen Entscheidungsprozesse ein. Bürger*innen sollen frühzeitig informiert und in die Planungen einbezogen werden. Kontinuierlich arbeitende Gremien wie Kinder und Jugend-, Migrant*innen-, Senior*innen- oder Behindertenbeiräte sollen flächendeckend geschaffen und um punktuelle Beteiligungsverfahren wie Bürger*innenforen, Zukunftswerkstätten oder Bürger*innenbefragungen ergänzt werden. Die Mitwirkungsmöglichkeiten müssen so konzipiert sein, dass sie zur breiten Teilnahme einladen. Um so viele Menschen wie möglich miteinbeziehen zu können, sollen Informationen der Verwaltung für Bürger*innen auch in leichter Sprache veröffentlicht werden. Zudem sollen öffentliche Sitzungen im Internet übertragen werden, Sitzungsprotokolle, - unterlagen, Beschlüsse, sowie Amtsblätter im Internet offen zugänglich sein. In kommunalen Gremien und Bürger*innenversammlungen sollen außerdem das Frage- und Rederecht für Bürger*innen erweitert werden. Amtsblätter sollen neben Beschlüssen auch die Sicht der Fraktionen, Vereinen und Bürgerinitiativen darstellen. Ein Bürger*innenhaushalt bietet neben Transparenz die Möglichkeit, Spar- und Investitionsvorschläge der Bevölkerung in Haushaltsentscheidungen miteinzubeziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Frauen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>50% der Macht den Frauen – das ist unser Credo. Dieses Ziel wollen wir langfristig auch in der Kommunalpolitik erreichen. Daher wollen wir kommunale Fraktionen und Verwaltungen dazu anregen, dass es durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und die Möglichkeit der Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen auch Eltern und insbesondere Müttern möglich ist, sich für ein kommunales Mandat zu entscheiden. Geschlechterparität in öffentlichen Ämtern, Ausschüssen und Aufsichtsgremien ist unser Ziel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunale Verwaltungen, die Geschlechterparität in der Verwaltungsspitze umsetzen, erfüllen eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Für kommunale Verwaltungen muss es selbstverständlich sein, Frauen die gleichen Einstellungs- und Aufstiegschancen wie Männern zu ermöglichen. Dazu gehören flexible, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle inklusive Arbeitszeitverkürzungen, die für alle kommunalen Arbeitnehmer*innen attraktiv gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Kinder und Jugendliche</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche wollen mitreden und mitgestalten. Auch junge Menschen sollen immer dann am Entscheidungsprozess beteiligt werden, wenn sie unmittelbar betroffen sind. Werden sie an Entscheidungen beteiligt, können Kinder und Jugendliche diese besser nachvollziehen und deren Ergebnisse mehr wertschätzen. Mit Räumen zur Selbstgestaltung können sich Kinder und Jugendliche zudem identifizieren und somit an ihre Umgebung binden. Zu diesem Zwecke wollen wir Kinder- und Jugendparlamente einrichten, welche in den Gemeindeversammlungen Rede-, Anhörungs- und Antragsrecht erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch für Kitas und Schulen fordern wir, das Machtgefälle zwischen Angestellten, Eltern und Kindern zu lockern und damit die Mitbestimmung der Kinder zu ermöglichen. In Kitas und Schulen lernen Kinder die Gesellschaft im Kleinen kennen und können somit Demokratie direkt erleben. Wir setzen uns daher für Demokratieförderung in Kitas und Schulen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Ehrenamt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürger*innen in verschiedensten Bereichen unterstützen und wertschätzen wir. Es zeigt uns, dass sich Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung für andere Menschen einbringen wollen. Besonders für Ehrenamtliche im Bereich der Feuerwehr oder der DLRG stellt ihr Ehrenamt einen großen Teil des Lebens dar. Ihre Familien müssen zugunsten des Engagements häufig zurückstecken, während die Ehrenamtlichen Leben retten. Uns ist es daher wichtig, eine echte Anerkennungskultur zu entwickeln, bei der Ehrenamtliche beispielsweise ermäßigten Eintritt zu kommunalen Einrichtungen wie Schwimmbädern gewährt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>konsequente Einbeziehung verschiedener Beiräte und punktueller öffentlicher Foren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erweiterte Information- und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen durch Livestream von öffentlichen Sitzungen, Bereitstellung öffentlicher Dokumente – auch in leichter Sprache, erweitertes Rede- und Fragerecht in Gremien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Steigerung des Frauenanteils in kommunalen Vertretungen durch veränderte Sitzungszeiten, Kinderbetreuung und der Möglichkeit zur Elternzeit für kommunale Mandatsträger*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>familienfreundliche Verwaltungen, die Vorbildcharakter für die Gesellschaft haben und allen kommunalen Arbeitnehmer*innen gleiche Chancen bieten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch Kinder- und Jugendparlamenten mit umfassenden Beteiligungsrechten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>echte Anerkennungskultur für Ehrenamtliche</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft in sozialen Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der soziale Zusammenhalt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Die Kommunen als Träger der sozialen Wohlfahrt haben großen Anteil daran, dass sich die Menschen in ihren Gemeinden ernst- und wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN streiten dafür, dass Kommunen diese Aufgabe für die Gesellschaft nicht allein im Rahmen von Pflichtaufgaben erfüllen. Der offensive Blick auf soziale Probleme und die Unterstützung freiwilligen Engagements sind uns gerade im Hinblick auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ein großes Anliegen. Die konkrete Verbesserung der Lebensqualität kann dazu beitragen die Spaltung der Gesellschaft zu verringern, Menschen im Land und auf dem Land zu halten und Demokratieverdrossenheit etwas entgegenzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das gilt besonders für Initiativen in der Jugendhilfe. In Zeiten immer knapperer kommunaler Haushalte müssen Jugendhilfe- und Freizeitangebote wie Pflichtaufgaben betrachtet werden. Die Einbindung Heranwachsender in unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft vor Ort ist die Chance, sie in ihrer Heimat zu halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen, dass Kommunen sozialräumlich planen und gestalten, um Problemen angepasst und sinnvoll vorzubeugen und zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereine wollen wir möglichst finanziell unterstützen, denn sie spielen eine wichtige Rolle für Zusammenhalt der Gesellschaft. Beratungsstellen für jegliche Lebenslagen sollten für alle gut verteilbar in Sachsen-Anhalt vertreten sein. Auch Frauenhäuser müssen mit ausreichender Platzanzahl und sicherer Finanzierung für Frauen erreichbar sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind besorgt über die immer schwieriger werdende gesundheitliche Versorgung in Sachsen-Anhalt. Kommunen und Kreise sollen mit regionalen Gesundheitskonferenzen Lösungen finden, um die bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Kommunale Kliniken sind in kommunaler Trägerschaft zu halten und können mit medizinischen Versorgungszentren und eingebetteten Pflegeambulanzen einen wichtigen Beitrag auch bei der ambulanten medizinischen Versorgung leisten. Wir setzen auf Pflege im Quartier und nehmen die Kommunen in die Pflicht, Wohn- und Betreuungsformen zu erproben und zu gestalten, die Menschen jeden Alters ein gemeinsames Leben in den Kommunen erlaubt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten auch für inklusive Kommunen ein. Wo immer möglich sollen Barrieren abgebaut und Hilfen aufgerüstet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnen – auch in Innenstädten – muss für jeden Geldbeutel erschwinglich sein. Deshalb soll der soziale Wohnungsbau gefördert werden, wobei für uns Umbau vor Neubau steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen auf die Integration von Migrant*innen in Sachsen-Anhalt. Die gelebte und vielfältige Willkommenskultur der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Kommunen dabei in vielen freiwilligen Initiativen starke Partner haben. Diese Initiativen brauchen Unterstützung und Wertschätzung für ihre Arbeit. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wissen, dass Spracherwerb und die Chancen einer funktionierenden Nachbarschaft die Schlüssel zum Ankommen in unserer Gesellschaft sind. Sprachkurse müssen in ausreichender Zahl angeboten werden und so gestaltet sein, dass auch besondere Zielgruppen wie Mütter oder Familien dafür erreichbar sind. Wir wollen, dass Migrant*innen dezentral untergebracht werden, damit Kontakt möglich und Berührungsangst abgebaut wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine starke Jugendhilfe</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>regionale Gesundheitskonferenzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kommunale Krankenhausträger auch als Lösung für ambulante Versorgungsprobleme</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>inklusive Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>erschwingliches Wohnen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Integration von Geflüchteten</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Veränderung der Bildungslandschaft –<br>
Die Herausforderung heißt „Bildung für Alle“</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung geschieht vor Ort. Sie findet konkret in den Kitas, Schulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Vereinen, in der Erwachsenenbildung und in Seniorenkollegs statt. Die kommunalpolitischen Rahmenbedingungen geben dazu nur ungenügend Unterstützung. Die Veränderung, die wir für beste Bildung benötigen, liegt vor allem in den Köpfen der Verantwortlichen. Wie kann Bildung gemeinsam gelingen? Wie können wir konkret vor Ort kooperieren, damit eben aus formalen Zuständigkeiten verantwortliches Handeln für eine gute Bildung erwächst?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Kitas wird heute spielend gelernt. Bildungspläne sind auch hier angekommen, um gerade in den ersten Lebensjahren Sprache, Zahlen und Gesellschaft für Kinder erlebbar zu machen. Dazu müssen ausreichend Kitaplätze zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern auch des Lebens, denn sie stellen häufig ein Zentrum der Gemeinden dar. Sie öffnen sich zur Gesellschaft, Vereinen und verschiedenen Kooperationspartnern wie Bibliotheken oder Umweltverbänden. Schulen sollten in Zukunft von 7 bis 21 Uhr offen sein und allen Menschen im Quartier eine Möglichkeit geben, Bildung mitzugestalten. Stadtteilbibliotheken können in Schulen beheimatet sein und zum Lesen anregen. Vereine könnten Schulen abends nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Entscheidungen für eine ausgezeichnete Schulkultur, in der sich besser lernen lässt, fällt in der Schule – beim Schulleitungsteam und in der Schulgemeinschaft. Dazu benötigen Schulen in Zukunft mehr Entscheidungskompetenzen – für Personal und Finanzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kooperation mit der Jugendhilfe sollte strukturiert angegangen werden. Wir müssen weg von „Einzelfalllösungen“ in der Jugendhilfe. Nicht wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist, d. h. wenn es Probleme mit z. B. Drogen hat, benötigen wir die Drogenberatung, sondern präventiv, vorausschauend, muss Drogenberatung stattfinden. „Gruppenangebote“ in Schulen anzubieten ist dabei die Strategie. Alle Schüler*innen können bei Bedarf die Drogenberatung, die ein Büro oder eine Beratungszeit in der Schule hat, niedrigschwellig wahrnehmen. Dazu benötigen wir mehr guten Willen als gesetzliche Änderungen und zwar in den Landratsämtern, Kreistagen, Stadtverwaltungen und Stadträten. Kommunale Bildungspläne helfen dabei zu erkennen, wo es schon ausgezeichnete Kooperationen gibt und wo Kooperationen noch ausgebaut werden müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulen sollen auch baulich Orte sein, wo Menschen sich wohlfühlen können. Ökologische Baurichtlinien sind dabei zu beachten und transparente Bauweisen sind zu bevorzugen. Flächen des Lernens statt Klassenräume sind eine Möglichkeit, Schulen ruhiger zu gestalten. Klassenräume dürfen transparent gestaltet sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir benötigen eine noch bessere Schulbeförderung. Sie muss sich nach den Kindern richten und nicht die Kinder an die Anbieter der Schulbeförderung. Ehrenamtliche Schulbegleiter*innen können das Miteinander im Bus und an der Bushaltestelle befördern. Verbesserungen benötigt es auch im Bereich der Beförderung von Auszubildenden. Große Firmen müssen daher an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Veränderung gibt es auch in der Erwachsenenbildung. Lebensbegleitendes Lernen wird angesichts des gesellschaftlichen Wandels selbstverständlicher. Viele Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind niedrigschwellig. Alphabetisierung und Grundbildung ist eine der Schlüsselfragen der Weiterbildung. Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einem höheren Bedarf von Schriftsprache. Auch in Unternehmen kann diese Grundbildung angeboten werden. Die Universitäten und Fachhochschulen sind Teil der Stadtgesellschaft und viele Kooperationen mit Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen finden statt. Ehrenamtliches Engagement von Studierenden ist eine Möglichkeit, um Hochschulen mit Stadtgesellschaft zu verbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ausreichend Kitaplätze</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Öffnung von Schulen zum Gemeindeleben</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>mehr Entscheidungskompetenzen für Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ökologischen Schulbau</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>verbesserte Schul- und Auszubildendenbeförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbesserungen in der kommunalen Erwachsenenbildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Zukunft mit Kultur in den Kommunen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Förderung eines „Kultursommers“ für Dörfer und kleine Städte. Die Herausforderung in der Kultur besteht in der Angleichung der Lebensverhältnisse von Stadt und Land. Die städtische Kulturförderung soll weiter ausgebaut werden – seien es Theater, Konzertsäle oder Puppentheater. Kultur soll für Kinder, Jugendliche und alle Bürger*innen niedrigschwellig zugängig sein. Barrierefreiheit ist auch hier ein großes Thema. Wir setzen auf alle Formen der Kultur, um die zivile Gesellschaft zu stärken. Soziokulturelle Zentren wollen wir stärken. Sie sind Orte der Begegnung und Beteiligung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tierparks und Zoos gehören auch zur kulturellen Landschaft. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus ist nicht möglich. Bis auf Bundesebene ein solches Haltungsverbot beschlossen wird, wollen wir auf kommunaler Ebene alle Möglichkeiten nutzen, um bessere Bedingungen für Zirkustiere zu erreichen. Wir fordern die Kommunalverwaltungen auf darauf hinzuwirken, dass das die Zurschaustellung von Wildtieren in Zirkussen in den Kommunen nicht möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Kommunen findet die EU jeden Tag statt. Am sichtbarsten wird das, wenn Straßen und Gebäude mit Förderprogrammen der EU errichtet werden. Doch auch durch Städtepartnerschaften wird die EU erlebbar. Menschen kommen sich über Landesgrenzen hinweg näher, schließen Freundschaften und es entstehen Projekte, von denen alle profitieren. Das unterstützen und fördern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Außerdem unterstützen wir den Vorschlag der Europäischen Kommission, Städte und Regionen, die beispielsweise ihre Bereitschaft erklären, Geflüchtete aufzunehmen oder besondere Maßnahmen zur Einhaltung der Klimaziele umsetzen, durch europäische Fördermittel stärker und direkt ohne den Einfluss der Nationalstaaten zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Förderung von Breitensport und sportlichen Freizeitangeboten sind für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von großer Bedeutung. Sportstätten müssen zur Verfügung stehen, entsprechend ausgestattet und gepflegt sein. Wichtig ist außerdem die Erhaltung öffentlicher Sportanlagen mit Investitionen in Nebengebäude (Instandhaltung, funktionierende Toilettenanlagen). Turnhallen sollen schrittweise energetisch saniert werden. Auch Räume für Nischensportarten sollen zur Verfügung stehen. Wir unterstützen besonders Vereine, die die gegenüber einer gendergerechten Sportförderung aufgeschlossen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE setzen uns ein für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der städtischen Kulturförderung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Stärkung soziokultureller Zentren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein Wildtierverbot für Zirkusse</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Verstärkung von Städtepartnerschaften im EU-Raum</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt und die Pflege von Sportstätten</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Oct 2018 11:49:40 +0200</pubDate>
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